Bezug: Fragen im Induktionstherapie - Thread.
Hallo,
Fall eines Glioblastoms (schnell wachsender und schnell tödlicher Hirntumor) in geschäftlicher Bekanntschaft. Mann, unter 50 J., an Glioblastom erkrankt. Der Tumor wurde chemotherapeutisch behandelt, das Wachstum hat sich verzögert. Nach 1 Jahr war das Tumorwachstum trotz Chemo nicht aufzuhalten und er wurde palliativ (Prognose: wenige Wochen) behandelt.
Die Familien nahm Kontakt mit der Uni Ulm auf - und hat tatsächlich einen der wenigen Ärzte gefunden, die für eine Methadon-Verordnung offen waren. Das Methadon (in Verbindung mit weiterer Chemo) hat die Tumormasse so stark zurückgedrängt, dass er wieder Lebensqualität hatte und sogar mit seiner Familie in Urlaub (in den letzten, leider) fahren konnte.
Allerdings nicht für lange Zeit - aber die Behandlung mit Methadon hat ihm und seiner Familie immerhin 1 Jahr Leben in guter Qualität geschenkt.
Das ist natürlich nur ein Fallbeispiel. es gibt garantiert Fälle, in denen es nix genutzt hat. Aber das ist ja häufig so, auch bei anerkannten Therapien.
Methadon ist natürlich unglaublich preiswert. Möglicherweise ein Grund, warum keine exzessive Forschung/Studien über die Einsatz- und Kombinationsmöglichkeiten bei der begleitenden Tumor-/Chemotherapie betrieben wird.
LG Dorothee