Hallo Ihr Lieben,
nun möchte ich doch etwas aus "meinem Wissen" dazu beitragen.
1. Ein Psychologe verschreibt niemals Medikamente, er hat Psychologie studiert (oft aus gutem Grund eben NICHT Medizin), er arbeitet mit Psychotherapie. Diese dient auch nicht dazu, einen Menschen so weit zu bringen, dass er jede medikamentöse Therapie kritikloser o. freudeger akzeptiert.( Auch wenn manche Ärzte das offenbar erhoffen, wenn sie (hier) einem Patienten Psychotherapie empfehlen.) Er wird vielmehr den Patienten auf SEINEM WEG bestärken.
Eine Therapie ist hier so gut wie der Therapeut ist.
2. Manchmal, wenn eine schwere Depression und/oder Panikattaken vorliegen, werden zunächst (harte) Medis verordnet- vom Psychiater. Der ist Arzt, hat Psychiatrie studiert, arbeitet meist medikamentös, manchmal bietet er auch (medizinische) Psychotherapie an. Leider passiert es häufig, das diese Medikamente langfristig von anderen Ärzten weiter verschrieben werden ohne weitere Kontrollen- wie andere Medis auch.
3. Beruhigungsmittel machen sehr schnell abhängig, können manchmal auch die Krankheit verschlimmern, das sieht bei Anos Mann danach aus. Es ist aber gefährlich, solche Medis aprupt abzusetzen. Da soll man sich langsam ausschleichen, was wiederum viel Willenskraft u. Durchhaltevermögen erfordert, die ein Patient in diesem Zustand oft gar nicht aufbringen kann. Da braucht es einen Arzt, der das Problem erkennt, vielleicht vorrübergehend ein Ersatzmedikament, u. dann eine gute Therapie. Ich habe Ano dazu privat kontaktiert.
4. Man muss nicht "verrückt" sein, um solche Medis überhaupt zu nehmen, der Leidensdruck unter Panik u. Depris muss nur groß genug sein u. der Patient wird verzweifelt u. vertrauensvoll nehmen was der Arzt ihm "verordnet". Übrigens verhält sich das aus meiner Sicht nicht anders bei Chemo u. a. Medikamenten. Wie "verrückt" muss man sein, um einer Chemo zuzustimmen? (Bitte keine Antwort auf diese Frage, sie steht hier nur in Bezug zum aktullen Thema!)
5. es ist ein überholter Irrglaube, dass ein Mensch, der von Lebensmüdigkeit spricht, keinesfalls Selbstmord begehen wird. Es ist gefährlich, das so abzutun, als würde der Patient simulieren u. nur Aufmerksamkeit wollen.
Das mag vorkommen, in diesem Fall deutet alles auf eine sehr ernste Lage hin. Es wäre fatal, den schwerkranken Menschen in dieser ungeklärten Lage allein zu lassen. Einen schwer unterzuckerten Patienten z. B. überlässt man auch nicht sich selbst, indem man ihm rät, seinen Insulinspiegel kraft seiner Gedanken eben zu regulieren.
L.G.Undine