Hallo Rüdiger,
ich denke, deine Werte sind ein gutes Beispiel dafür, wie die Schilddrüsenhormone medikamentös eingeregelt werden können, und wie TSH und fT3/fT4 sich gegenläufig verhalten. Hat dein Arzt mit 175 µg das Ziel verfolgt, eher hoch in die Normwerte für fT3/fT4 zu kommen, oder wollte er unbedingt auch TSH in die Norm bringen? (fT3/fT4 wären ja vermutlich auch schon bei 125 µg Thyroxin in den unteren Normbereich gekommen.)
Bleibt eigentlich weiter der Verdacht auf Morbus Basedow bei Dir? Wäre dann ja eigentlich sehr komisch, da du derzeit eine Unterfunktion hast, während Basedow doch eine Überfunktion bewirkt. Wurde inzwischen auch der TRAK Antikörper bestimmt, der bei Basedow typisch ist?
Interessant wäre es noch gewesen, wenn du fT3/fT4 Werte von vor der Chemo gehabt hättest. Das TSH war ja zwar in der Norm, aber recht weit unten - was in der Regel daher kommt, dass fT3/fT4 eher hoch liegt.
@Joseph
Ich finde das Thema Schilddrüse hochinteressant, obwohl ich selbst basierend auf der letzten Messung vermutlich ebenso wie du gar nicht davon betroffen bin, wie vermutlich gut 50% aller Foristen. Also in der Tat - nicht jeder muss diesen Faden lesen. Aber für die restlichen anscheinend sehr vielen Betroffenen fände ich es grob fahrlässig, so eine wichtige Nebenerkrankung nicht zu erörtern.
Ich hoffe doch, dass absolut klar ist, dass ich keinem zu eigenmächtigem Vorgehen rate, sondern das Thema mit den behandelnden Ärzten anzusprechen. Ich frage mich wie ich das noch klarer ausdrücken kann als in meinem Rat an Anna, Selbstzitat:
"selbstredend sollte dein Doc die Interprätation sachkundig mit dir vornehmen, und nicht ein Laiendarsteller wie ich."
Alles Gute in die Runde Gex
PS: ....und ab heute bin ich der Grüne NinjaB)