Es ist genau die Schwierigkeit der Immuntherapien generell, dass wirklich nur die Tumorzellen getroffen werden und keine anderen gesunden Zellen. Aus gutem Grund werden diese Immuntherapien bislang nur bei Patienten eingesetzt, bei denen sonst fast nichts mehr hilft.
Immuntherapie ist aber nicht gleich Immuntherapie, sondern ein Sammelsurium verschiedenster Ansätze. Der Artikel macht etwas mutlos, da man das Gefühl bekommt "Immuntherapie generell bringt auch nix".
Aber es wird intensiv an nebenwirkungsarmen Lösungen gearbeitet.
Das ist ja genau das Ziel, das Würzburg mit seinem Hemibodies verfolgt: die ganz spezifische Markierung der Krebszellen, die dann selektiv von den T-Zellen angegriffen werden.
Die amerikanischen Pharmafirmen sind dabei, CAR-T-Zell-Therapien zu entwickeln. Mit überwiegend guten Aussichten (3 von 4).
Leider schlecht geendet hat es bei der JCAR015 Therapie von Juno Therapeutics. Im Juli 2016 verstarben 3 Studienteilnehmer, im November zwei weitere, alle an Hirnödemen. Juno will aber nun gleich wieder neu starten mit der nächsten Entwicklung, namens JCAR017.
Dagegen laufen die Studien zur KTE-C19 Therapie von Kite Pharma sehr gut und sie versuchen schon dieses Quartal, die FDA Zulassung in den USA zu bekommen.
Novartis will auch noch für seine CAR-T-Zell Therapie in 2017 die Zulassung bei der FDA beantragen.
Weiter wurde Ende November hier im Forum ja auch von sehr erfolgreichen Phase-1 Studienresultaten von Bluebird Bio (bb2121) berichtet.
Also, ich sehe die Hoffnung überwiegen, dass nebenwirkungsärmere Immuntherapien kommen.
LG Gex
Diagnose Smoldering MM 01/14, IgG lambda, FISH t(11;14)
Erste Therapie ab 04/19: Isatuximab + VRd -> PR erreicht
09/20 HD/aSZT sehr gut vertragen und VGPR, danach keine Erhaltungstherapie
Anfang 2023 Rezidiv mit Rippenbrüchen und Osteolyse Schlüsselbein
seit 06/23 Pomalidomid +Dex, wieder PR