Das klingt wirklich nach einer schweren Zeit. Auch mein Mann hat eine starke Knochenbeteiligung und Stadium IIIb. Gerade die Zeit vor der ersten Stammzelltransplantatipn war auch psychisch sehr sehr schwer für ihn. Nun, nach zwei Stammzelltransplantationen 2016 - ein neuer Mensch, das erste Mal seit Jahren schmerzfrei und muss auch nicht mehr tagsüber schlafen (er war immer müde). Die Schlafprobleme (vielleicht kommt die Aggressivität dadurch? Schlafentzug ist ja auch eine erprobte Foltermethode) können durch das Dexamethason kommen? Oder natürlich durch Sorgen. ... Wenn Ihr Zweifel habt, ob die SZT jetzt das Richtige ist - es besteht in diesem Punkt ja kein mussmorgengemacht-werden-Zeitdruck. In Amerika werden oft bis zu acht ? Zyklen mit Bortezomib durchgeführt, bis die SZT durchgeführt wird. Ziel ist es dabei, möglichst vorher so viele Krebszellen wie möglich zu killen, also eine bestmögliche Remission zu erreichen, weil dies wohl im Zusammenhang mit dem Erfolg der SZT zusammenhängt. Seid Ihr bei einem Myelom-Spezialisten? Hat auch die von Euch ausgesuchte Klinik Erfahrung mit SZT? Wichtig sind auch die momentan hygienischen Bedingungen in dem Krankenhaus. Das ist die einzige echte Gefahr einer HD/STZ, so wie ich das erlebt habe (ich bin ja selber LAIE, also bitte alles nur so lesen von einem Betroffenen Angehörigen zum anderen!!!). Und man kann sich selbst schützen, indem man diesen Punkt sehr sehr ernst nimmt. Ich empfehle auch noch das myelomabeacon.com Forum, dort gibt es eine Unmenge an Erfahrungsberichten. und das aktuelle Myelom-Patientenhandbuch. 2016 hat sich wieder viel getan. Die ganz neuen Medikamente sind vielversprechend. Wie ich das alles verstanden habe, haben aber die Studien gezeigt, dass zumindest eine Single-SZT immer noch die effektivste Therapie ist, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, länger komplett Ruhe zu haben. Die Alternative - bei Euch Bortezomib - zu nehmen, geht auch. Aber irgendwann gibt es Nebenwirkungen (bei Bortezomib zum Beispiel Neuropathien?), auch kein Spaß. Also hier haben so viele die SZT durchgezogen, es ist kein Spaziergang in den Wochen danach, kann man nicht schönreden. Aber er ist nicht der schlimmste Fall - auch weil er gut auf die Behandlung angesprochen hat - super Zeichen!!!! und ich hab von so vielen gelesen, die in seinem Stadium (das dem meines Mannes sehr ähnelt), die schon viele Jahre nun seit dieser schlimmen Zeit ihre Ruhe und ein schönes neues Leben haben. Dass es "so spät" gefunden wurde, war bei uns auch so, ist leider noch häufig, aber vielleicht hätte man vorher auch nix behandeln können, das ist beim Myelom halt so. Und es spielt auch keine so enorm große Rolle für die Prognose, so wie ich das verstanden habe.
Dein Mann hat schon viel geschafft, was für eine Leistung!
Alles alles Gute weiterhin. Schön, dass er Dich hat.