Ja Joseph und Angelika,
Es ist in Frankreich wirklich schwieriger.
Das Ärzteverständnis ist sehr bürokratisch und regelkonform. Das hat nix mit Ausländer oder Inländer zu tun. Ich habe die gleiche Krankenkarte, wie alle Franzosen und brauche keine Genehmigung, um zum Arzt zu gehen, manchmal braucht man eine Überweisung, das ist aber in Deutschland genauso. Ich bin kein Feriengast, ich wohne seit 3 Jahren fest in Frankreich.
Den Augenarzttermin, den ich brauche um eine Brille billiger zu bekommen, da ich staatliche ( französische) Hilfe bekomme dazu, habe ich jetzt doch schon Mitte August in Narbonne, in Carcassonne wäre es November gewesen ( April telefoniert), den Termin, um in der Klinik Toulouse zu besprechen, ob sie das Medikament, was sie mir vor einem Jahr empfohlen haben( ich habe jetzt zufällig den Arztbrief gesehen, den sie geschrieben haben und der sehr verworren ist...), was ich jetzt mithabe, nun auch geben wollen, habe ich Mitte Juli ( auch im April telefoniert). Niedergelassene, vielleicht etwas besser arbeitende Ärzte gibt es wie gesagt auf privat und auch den Franzosen (Kind einer befreundeten Familie, Kapselriß am Fuß im letzten August, laut Arzt ist nix, jetzt bei einer anderen Ärztin festgestellt, da das Kind permanent Schmerzen hatte...) passieren richtige Medizinfehler. Es wird wenig oder selten mit Physiotherapie gearbeitet, Röntgenbilder oder MRT sind mit Wartezeiten verbunden, ich wundere mich immmer wieder und möchte bitte keinen Unfall hier haben..... Die Ärzte sind sehr jung manchmal und denken, wenn sie studiert haben, wissen sie alles, Götter in weiß.... Unser Landarzt ist sehr nett, versteckt sich aber hinter dem Gesetz, wenn er etwas nicht kennt, und auch er bekommt keine Termine für mich beim Facharzt.
Liegt vermutlich am Süden in den großen Städten ist es eventuell anders, aber Toulouse ist groß...???
Dass ein Arzt außerhalb seiner Arbeitszeit anrufen würde oder Mails schreiben, wie in Deutschland, ist in Frankreich undenkbar. Über Patientenrechte sind sie auch gerade am diskutieren. Zum Beispiel Patientenverfügung, das gab es bisher hier nicht, behandeln bis zum bitteren Ende und viele Medikamente ist die Strategie!!! Diktat der Pharmaindustrie.
Ob die Behandlung, die ich im März in Deutschland erhalten habe ( Rituximab - Antikörper gegen die bösen Zellen im Knochenmark, meine heißen CD 20 in der Hauptsache, da dümpeln noch andere rum, die da nicht hingehören....) nun angeschlagen hat, werde ich wohl im November überprüfen lassen, da ich dann meine Familie besuchen werde......von wegen öfters Kontrolle und Angst, die muß man mit sich selbst abmachen.
Ich könnte mal das Blut machen lassen wegen IGG und Ratio, wäre mal eine Maßnahme, das müßte ja dann auch gesunken sein, aber wozu? Wenn Niemand drauf eingeht????
Ich brauche viel dringender die Immunglobuline für die Haut, da wird es enger und enger.... Wie steht so schön in verschiedenen Onkologieberichten, man kann auch mit der Krankheit sterben aber nicht daran....da ich niedrig maligne bin,(Marginalzonenlymphom Stadium 4AE) wie es so schön heißt , tickt die Uhr langsam aber stetig....unheilbar steht überall.
Ich sehe das immer noch anders, ich werde gesund!
In diesem Sinne
Alles Liebe von Angela, die jetzt aufs Rad steigt um ins nächste Dorf zu fahren und mal mit Leuten zu quatschen...der Sommer ist da!