ich habe bisher eigentlich nur von bortezomib-refraktären patienten gehört, bei denen dieses medikament durch hinzunahme eines weiteren noch nicht zugelassenen medikaments erneut wirksamkeit entfaltete, komme aber jetzt nicht darauf, was es genau war. aber es betraf auch hier nur eine recht kleine minderheit an patienten in einer studie. bei revlimid ist mir ähnliches noch nicht bekannt geworden.
die frage stellt sich zudem bei revlimid, ob dieses immunmodulatorisch wirkende medikament generell nicht mehr wirkt oder ob die wirksamkeit nicht mehr in dem maße gegeben ist, um das mm völlig in schach halten zu können. sollte noch eine gewisse restwirkung (z. b. über die stimulierung des immunsystems) vorhanden sein, so würde eventuell die zusätzliche hinzunahme von carfilzomib (einem anders als revlimid wirkender stoff, weil proteasominhibitor) etwas bringen können. letztgenanntes medikament wurde ende letzten jahres für patienten zugelassen, die bereits zwei vortherapien mit einem proteasominhibitor (z. b. bortezomib) und einem immunmodulator (z. b. revlimid) hinter sich haben und bei denen diese medikamente allein nicht mehr wirken. das dürfte bei dir wohl der fall sein. zudem wäre auch pomalidomid (handelsname: imnovid, ein weiterer immunmodulator und im rahmen einer drittlinientherapie zugelassen) eine gangbare möglichkeit.
daratumumab (ebenso ein monoklonaler antikörper wie elotuzumab) soll dieses jahr hoffentlich noch zugelassen werden, sogar als medikament im rahmen einer monotherapie.
also vielleicht hilft es, sich nicht ausschließlich auf eine studie mit elotuzumab zu konzentrieren. zum glück haben wir aktuell schon mehr möglichkeiten als noch vor 5 jahren.