Hallo,
bei meiner Mutter wurde Juni 2013 Multiples Myelom mit 70% Knochenmarksinfiltration diagnostiziert. Dazu hatte sie ein Nierenversagen (Kreatinin bei ca. 8 ) und musste direkt an die Dialyse. Kurz darauf wurde eine normale Chemo-Therapie gestartet, auf die sie gut ansprach und die Anzahl der Leichtketten ging stark zurück. Ihr Kreatininwert lag nach der normalen Chemo bei ca. 2,3 bis 2,8.
Im Dezember 2013 erfolge eine Hochdosis-Chemo mit anschließender autologer Stammzelltransplantation. Diese ist gut verlaufen und sie war in Remission (ob komplett oder partiell weis ich garnicht so genau, hat uns jedenfalls kein Arzt gesagt).
Nach der Hochdosis-Chemo ist ihre Nierenfunktion besser geworden (sollte doch eigentlich durch die Hochdosis-Chemo schlechter werden ?). Ihr Kreatinin lag nach der Hochdosis-Chemo ungefähr bei ca. 1,7 bis 2,1 und sie kam von der Dialyse weg.
Mittlerweile sind 2 Jahre vergangen und die Leichtkettenwerte sind noch immer nahezu genauso hoch wie nach der Hochdosis Chemo. Nach der Hochdosis-Chemo gab es auch keine weitere Therapie bis jetzt. Ihr Kreatininwert hat sich im laufe der Zeit sogar noch leicht verbessert auf 1,4 bis 1,8 um den dreh (schwankt immer leicht).
Blutwerte März 2014:
KREAT = 1,8
IG-K_F = 19,2 mg/l
IG-L_F = 51,8 mg/l
Blutwerte Dezember 2015:
KREAT = 1,6
IG-K_F = 34,2 mg/l
IG-L_F = 45,3 mg/l
Nun haben wir eine Diagnose bekommen, die uns beunruhigt. Oktober 2015 wurde ihre Lunge routinemäßig geröntgt und es wurde ein Rundherd mit unter 1,0 cm Durchmesser entdeckt.
Daraufhin wurde Anfang Dezember 2015 und jetzt Ende Januar 2016 jeweils ein CT gemacht. Dabei wurden mehrere Rundherde entdeckt (diese waren 2013, als sie mit CT geröntgt wurde, noch nicht da). Oben links in der Lunge (sehr nahe am Rand) hat Sie einen Rundherd mit ca. 0,8 cm Durchmesser. Dazu ein paar sehr kleine ziemlich mittig. Gewachsen ist in den letzten knapp 2 Monaten keiner (so wurde es uns gesagt und so steht es auch im Bericht).
Hab den CT-Bericht mal eingescannt und hochgeladen:
Seite 1:
www.loaditup.de/838148-ws753t34pc.html
Seite 2:
www.loaditup.de/838149-cmez9rxrym.html
Meine Mutter wird regelmäßig in der ambulanten Onkologie des Krankenhauses behandelt, wo sie auch ihre Chemo bekommen hatte. Die Ärztin dort meinte nun, der Bericht über den Befund wird nun zu einem anderen Krankenhaus geschickt, das auf die Lungenbehandlung spezialisiert ist und sie wird im Laufe der Tage von dort angerufen. Es soll sehr wahrscheinlich der 0,8 cm große Rundherd zur weiteren Analyse entnommen werden (glaub mittels Schlüssellochchirugie).
Meine Frage:
Sehr wahrscheinlich werden das Metastasen des Plasmozytoms sein. Was bedeutet das nun genau ? Werden diese wie beim Bronchialkarzinom konstant wachsen und immer größer werden ? Oder könnte es auch sein das sie entstehen und nun einfach da sind und in der Größe konstant bleiben ?
Kann mir jemand sagen wie das weitere Vorgehen wohl aussehen wird, wenn die Rundherde aus Myelomzellen bestehen ? Hat diesbezüglich irgendjemand Erfahrungen ?
Mit was für eine weitere Lebenserwartung kann man rechnen ? Wie lange können die Rundherde, wenn sie aus Myelomzellen bestehen, mit entsprechender Therapie in schach gehalten werden ?
Mittels googeln habe ich auf meine Fragen nicht wirklich eine Antwort gefunden. Bin über jede Information/Ratschlag von euch dankbar.
Frank