Ihr Lieben,
vielen Dank für die vielen Antworten.
Ja, es ist ein echter Mist. Aber wir werden mal wieder von unserer großen Familie und unserem großartigen sozialen Umfeld so toll aufgefangen, dass trotz dieser beängstigen Situation ganz warme Gefühle in mir sind, Glücksgefühle über diese vielen unglaublich tollen Menschen um mich herum.
Ich habe die letzten 5 Jahre sehr bewusst genossen, zum Glück!!
Das Kommende werden wir auch meistern!!
Christian hatte im vergangenen Chemoblock eine schlimme Krise mit hohem Fieber, welches mit Medikamenten nicht zu senken war. Er bekam schließlich Eisinfusionen und Eiswickel, es war nicht einfach. Ich habe nur an seinem Bett gesessen und war einfach da, er hat die ganze Zeit geschlafen. Ich habe ihn vorhin gefragt, ob es anstrengend für ihn war. Er meinte, er wäre froh gewesen, und er wünscht sich, dass ich immer bei ihm sitzen würde, wenn es ihm mal schlecht gehen sollte.
Liebe Margret und liebe Lisa, ich danke Euch für Euren Tipp, aber bei uns scheint es da tatsächlich anders zu sein. Christian geht es besser, wenn ich bei ihm bin. Anders herum wäre es wahrscheinlich auch so. Wir fühlen und zusammen einfach sicherer. Christian gibt es Kraft und Sicherheit, wenn ich bei ihm sitze. Ich lese oder döse etwas, aber auch mir geht es dann besser. Ins Grübeln komme ich mehr, wenn ich nicht bei ihm bin..... Das ist halt bei jedem anders.
Christian ist im UKE in Behandlung bei Prof. Fiedler. Ich habe ein sehr großes Vertrauen in die Ärzte im UKE. Der Stationsarzt dort war sich wegen der Gammopathie nicht sicher und Prof. Fiedler habe ich noch nicht alleine zu Fassen bekommen. Ich möchte Christian mit dieser Überlegung nicht aufregen. Aber es beschäftigt mich, daher habe ich hier nachgefragt. Wenn es sich ergibt, werde ich natürlich auch nochmal im UKE nachfragen.
Dass die Hochdosis eine sehr riskante und anstrengende Therapie ist, ist uns sehr bewusst. Zum Glück sind alle Ärzte im UKE sehr ehrlich und reden nicht viel um "den heißen Brei herum". Uns wurde aber auch sehr deutlich gesagt, dass Christian die besten Chancen hätte, alles gut zu überstehen. Er ist gerade 47 Jahre alt geworden und die Krankheit wurde so früh entdeckt, dass er körperlich in einem guten Zustand ist. Die erste Chemo hat gute Ergebnisse erreicht. Also sind wir jetzt sehr optimistisch.
Da ich selbständig bin und meistens zu Hause arbeite, ist die Betreuung nach der Transplantation zum Glück kein Problem. Ich bin fast immer für Christian ansprechbar. Ich kann mir also den Luxus gönnen, während des Krankenhausaufenthaltes etwas frei zu nehmen. Ich weiß halt nur noch nicht so genau, welche Wochen es sein sollen. Auf jeden Fall möchte ich bei der Gabe der Stammzellen dabei sein. Wahrscheinlich ist die Woche davor und die Woche danach noch sinnvoll. Oder?
Übrigens mache ich mir große Sorgen um meine 3 Kinder. Am liebsten würde ich von allen jetzt auch gleich große Blutbilder machen zu lassen. Aber ich möchte die 3 nicht verunsichern....... Ich bete, dass bald ein Mittel gefunden wird, welches das MM endgültig besiegt. Die Zeit ist unsere Hoffnung......
Joseph, Christine, Monika und Rudi, auch Euch lieben Dank für Eure lieben Worte.

Ich hoffe sooooo sehr, dass das MM mit dieser Therapie gleich mit ausgelöscht wird. Wenn ich mehr weiß, werde ich nochmal berichten. Ich danke Euch aber schonmal für Eure Antworten. Es tut so gut, alles einfach mal los zu werden.
Ich wünsche Euch alles, alles erdenklich Gute und eine hoffenlich schöne, entspannte und sorgenfreie Weihnachtszeit.
Liebe Grüße
Tanja