Willkommen zurück, lieber theosan,
wir haben ja seit 2011 nichts mehr von Dir gelesen. Wie ich Deinem heutigen Bericht entnehme, hast Du ja eine richtig aktive Zeit als Maratonläufer hinter Dir und bist - nach Behandlung - schon wieder auf gutem Weg
Manchmal wünsche ich mir, dass auch über gute Zeiten bei uns im Forum in der Rubrik "zum Leben...." berichtet würde.
Aber nun zu Deiner Frage, die ich nur allgemein beantworten kann. Unter den Myelomexperten gibt es seit einiger Zeit eine Diskussion darüber, ob in Intervallen behandelt werden soll oder kontinuierlich und zwar so lange, bis eine Rezidiv auftritt oder man auf ein Medikament refraktär wird, d.h. nicht mehr anspricht.
Wenn ich mich richtig erinnere, neigt man In Europa eher dazu, in Intervallen zu behandeln, also Erstbehandlung - Pause - Rezidiv, dann je nach Dauer der Remission entweder mit den gleichen Medikamenten weiter, die geholfen haben oder bei weniger als 12 Monaten Remission Wechsel zu einem anderen Basismedikament.
In den USA wird meiner Kenntnis nach öfter dauerhaft bis zum Rezidiv behandelt. Dann erfolgt ein Wirkstoffwechsel, da das Myelom ja nicht mehr auf das bisherige Medikament anspricht.
All das habe ich jetzt aber vor allem für sog. jüngere Patienten im Kopf. Wie das bei älteren und fitten wie Du üblich ist, weiß ich nicht.
Trotzdem scheint mir das Vorgehen Deines Onkologen für Dich passend zu sein, nachdem Du ja wieder auf einem guten Weg bist. Falls Dir Velcade einmal nicht mehr hilft, hat Dein Dok. ja noch einiges im Köcher.
Hoffe, ich konnte Dir mit dieser Info ein klein wenig helfen.
Einen schönen Abend
Lisa
P.S. Habe gerade gesehen, dass Joseph auch geantwortet hat, da haben sich unsere Beiträge überschnitten