Gutmütige Myelome haben nur einen Myelomklon oder zumindest sehr wenige und diese haben Genveränderungen mit guter Prognose.
Bei schlechter differenzieten Myelomen können viele verschiedene Klone vorliegen und diese sind zum Teil auf einzelne Medikamente resistent, es zeigt sich kein Ansprechen.
So war es wohl hier auch Velcade und Dexa sprachen nicht an.
In solchen Fällen will man es sich wohl nicht leisten und ein Medikament nach dem anderen auf ein Ansprechen zu prüfen.
Das Myelom könnte sich zu schnell vermehren und dann CRAP Symtome verursachen.
Aus diesem Grund gibt man dann ein breites Spektrum an Medikamenten auf einmal, um möglichst viele Klone zu erwischen.
Dann werden neben den neuen Medis wie Velcade oder Revlimid mit Dexa auch noch immer ein klassisches Chemomittel wie Cyclophosphamid oder Adriamyzin (Doxorubizin) hinzugegeben.
Manchmal wird sogar dann Velcade, Revlimid, Cyclophosphamid und Dexa gegeben in 3 bis 6 Zyklen.
Oder wie hier Revlimid, Adriamyzin, Dexa und noch 1x pro Woche Velcade, wenns dann so stimmt?
Aber, wenn Velcade schon beim ersten mal versagt hat, warum gibt man es dann nochmal? Das wäre die Frage?
Ich hoffe, egal was jetzt zum Einsatz kommt, dass es diesesmal gut hilft.
LG
Rudi
Nachtrag:
Ich habe nochmal das Profil gelesen und die anderen Posts vom September. Die schlechten Nieren machen das Ganze natürlich viel komlizierter und dein Vater hatte wohl doch schon die VCD Induktionschemo, die nicht gewirkt hat und nicht nur VD !
Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.
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