Hallo zusammen,
gestern bekam ich die offizielle Stellungnahme des Bundesministeriums für Gesundheit, Abteilung Arzneimittel, Medizinprodukte, Biotechnologie, mit folgendem Inhalt:
"Im Hinblick auf den speziellen Wirkstoff Melphalan gibt es wegen der relativ geringen Patientenzahl nicht viele Hersteller, die dieses Arzneimittel anbieten. Zudem muss dieses Arzneimittel auf Grund seiner substanzspezifischen Eigenschaften auf speziell hierfür ausgelegten Produktionslinien hergestellt werden.
Ursache für den Lieferengpass des Arzneimittels Alkeran mit dem Wirkstoff Melphalan ist laut Mitteilung des pharmazeutischen Unternehmers Aspen Pharma eine technische Störung an einem unverzichtbaren Bauteil der Produktionsanlage des Auftragsherstellers. Dies führt dazu, dass der pharmazeutische Unternehmer von einem Lohnhersteller nicht beliefert werden kann, weil die einzig in Frage kommende Produktionsstätte, in der der Wirkstoff hergestellt wird, ausgefallen ist.
Das Bundesministerium für Gesundheit nimmt das Thema der Lieferengpässe sehr ernst. Die Sicherstellung der Arzneimittelversorgung ist deshalb auch Thema des zurzeit stattfindenden Pharmadialogs. Im Rahmen dieses Dialoges werden die vom Petenten angesprochenen denkbaren Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgungssicherheit mit unverzichtbaren Arzneimitteln diskutiert.
Weiterhin steht das BMG mit den medizinischen Fachgesellschaften, darunter auch die DGHO, in engem Kontakt, um das Vorgehen im Falle von drohenden oder bestehenden Lieferengpässen abzustimmen."
Aus Sicht des BMG ist die Eingabe damit vorerst erledigt. Aber das geschilderte Problem ist immerhin deutlich gemacht und wird bei den stattfindenden Gesprächen berücksichtigt.
Schauen wir mal, wie es weitergeht.
Liebe Grüße
Klaus