da ich mich derzeit im 6. zyklus meiner eigenen revlimid-therapie befinde, möchte ich auch meinen senf zum thema dazugeben. in den ersten beiden monaten haute die therapie richtig gut rein. aber das kann man bei fast allen patienten erleben. anschließend wird es wohl allgemein etwas kniffliger. bei mir schwanken seitdem die werde und befinden sich auf einem relativ brauchbaren niveau, was hoffentlich noch lange so bleiben wird.
meine aktuellen werte: igg = 696 mg/dl, kappas (serum) = 26,4 mg/l, kappa-lambda-quotient=2,05, m-gradient = 2,3 %,
allerdings bereitet mir die blutsenkungsgeschwindigkeit ein paar sorgen. die liegt aktuell bei 70 mm/h mit steigender tendenz zu den letzten monaten.
was die nebenwirkungen anbelangt, so habe ich nur mit dem dexa meine probleme (extreme schlafstörungen, mattigkeit, blutzuckerentgleisung). da brauche ich ca. 3 tage, bis ich das wieder im griff habe. meine tägliche revlimid-dosis in höhe von 20 mg spüre ich dagegen gar nicht. ich knuspere das ding abends vor dem schlafengehen weg, schiebe anschließend eine portion curcumin hinterher und gut ist.
von einer pause der therapie halte ich übrigens nichts. bei den onkologen gibt es hierzu zwei unterschiedliche standpunkte. früher waren unterbrechnungen nach einigen monaten erhaltungstherapie standard. das steckt bei vielen ärzten immer noch so drin. aber der allgemeine trend geht international inzwischen eher zu einer pausenlosen gabe von revlimid bis es halt nicht mehr wirkt. das kann zwar schon nach einigen monaten passieren.aber es gibt auch reichlich patienten, die das einige jahre erfolgreich durchziehen.
zum schluß noch eine frage meinerseits in die runde: ich bekam ende 2014 eine allo-tx, die mir leider keine cr, sondern nur ein paar monate relative ruhe mit langsam ansteigender tumorlast brachte. nun stehen spätestens im sommer infusionen mit donor-lymphozyten an (dank an den unbekannten spender meiner stammzellen). hat jemand aus dem kreise der revlimid-patienten erfahrungen damit? wurde die erhaltungstherapie unterbrochen oder während der infusionen weiter fortgesetzt? ich habe da von zwei onkologen zwei gegensätzliche meinungen gehört.....