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  • joseph
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16.04.2010
DKK 2010: Unvorbehandelte Myelom-Patienten profitieren von Bortezomib

Der Proteasom-Inhibitor Bortezomib hat die Perspektiven von nicht für eine Stammzelltransplantation geeigneten unvorbehandelten Patienten mit multiplen Myelom stark verbessert. Dies wurde während eines Pressegesprächs im Rahmen des diesjährigen Deutschen Krebskongresses (DKK) deutlich: Führenden Experten zufolge erzielte der Wirkstoff in diesem Patientenkollektiv zusammen mit Melphalan/Prednison (VMP) ein signifikant höheres Dreijahres-Überleben (68,5 vs. 54 Prozent) als Melphalan/Prednison (MP) allein. (1) .......................

................weiterlesen hier

www.journalonko.de/newsview.php?id=4015

........................

MFG

Joseph

16 Feb. 2010 13:06
  • AndreasR
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Hallo Andrea,

ich bin nach der allo (es war übrigens eine "mini-allo", also eine allo mit reduzierter Konditionierung) nie in eine komplette Remission gekommen, von daher lässt sich auch kein Zeitpunkt für ein Rezidiv festlegen.

Das "Nachschießen" von Spender-Lymphozyten, die sogenannte DLI (=donor lymphocyte infusion), ist ein üblicher Weg, das Immunsystem erneut gegen das MM zu stärken und GvH und damit möglichst auch einen Graft-versus-Myeloma-Effekt auszulösen. Ich habe in den vergangenen Jahren schon zweimal diese Prozedur erlebt. Beide Male hatte sie wenig Wirkung. Offensichtlich sind die Zellen meiner Schwester (Spenderin) meinen ursprünglichen zu ähnlich.

Praktisch läuft das so ab: Der Spender wird, ohne dass er vorher Neupogen o.ä. spritzen muss, wieder an die "Maschine" angeschlossen, die auch zum Sammeln der Stammzellen verwendet wird. Das Absammeln dauert ca. 3 Stunden.

Die gesammelten Lymphozyten werden dem Empfänger (ambulant und inklusive Nachlauf in einer knappen Stunde) mit einer großen Spritze oder über den Tropf gegeben, in der Regel in drei Schüben mit steigender Dosis. Der Abstand zwischen den Infusionen beträgt bei mir etwa 10 Tage, hängt aber natürlich davon ab, ob eine Reaktion auftritt. Beim ersten Schub werden in meinem Fall immer frische (nicht tiefgefrorene) Zellen gegeben, beim zweiten und dritten Mal kommen sie dann aus dem Tiefkühlfach und sind mit Konservierungsmittel versetzt, mit der Folge, dass man - wie nach der Transplantation - zwei Tage höllisch stinkt.

Da man auf das Konservierungsmittel allergisch reagieren kann, wird oft eine Prämedikation gegeben, bei mir aber weggelassen, weil ich DLI bisher immer gut vertragen habe.

Ich wünsche Dir alles Gute auf dem Weg in eine anhaltende CR,

Andreas


  • Caro
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    23 Oktober 2009
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Hallo Kolma,

mein Lebensgefährte hat nach Diagnose als Induktionstherapie vor HD mit SZT (autolog) im Rahmen einer Studie Velcade (Bortezomib), Cyclophosphamid + Dexa bekommen. Velcade + Cyclo 1x pro Zyklus, Dexa 40 mg 4 x pro Zyklus. Er hatte so gut wie keine Nebenwirkungen und schon nach dem 1. Zyklus sind die Parameter (Leichtketten Kappa, IGA, ß2 Mikroglobulin nur so gepurzelt, so dass er schon vor der autologen von den Blutwerten her in kompletter Remission war. Leider hat diese nicht so lange gehalten wie gehofft, aber woran das liegt weiß wohl keiner.

LG Caro

  • carina
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noch mal ich, meinte natürlich Hallo Andreas..........sorry :)

  • carina
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Hallo Andrea,
habe gerade deinen Beitrag gelesen. Deine allo war in 2002. Wann hattest du denn 1. Redzidiv?
Und wie funktioniert das mit den Spender-Lymphozyten?
Habe meine allo zwar erst in 7/09 hinter mich gebracht und bin noch nicht ganz in CR aber wohl auf einem guten Weg, da alles rückläufig ist, aber man weiss ja nie..............
LG Andrea.

16 Feb. 2010 08:27
  • AndreasR
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Guten Morgen Kolma,

ob es erfolgversprechender ist, Velcade/Dexamethason jetzt Doxorubicin oder Cyclophosphmid hinzuzufügen, kann ich nicht beurteilen. Ich kann Dir nur von meinen Erfahrungen mit Velcade/Dexa/Doxorubicin berichten.

Von März bis August 2009 habe ich 7 Zyklen Velcade/Dex gemacht. Während in 2007 und 2008 schon zwei Zyklen ausreichten, um die Leichtkettenwerte wesentlich zu erniedrigen und ich mir dann jeweils eine mehrmonatige Therapiepause gönnen konnte, fielen die Werte diesmal zwar auch unter der Therapie, stiegen dann aber in den kurzen Pausen zwischen den Zyklen wieder auf den Ausgangswert an. Also ist das Schema ab Oktober 2009 um Adriamycin (=Adriablastin = Doxorubicin = Caelyx) erweitert worden.

Der vierte Zyklus nach diesem PAD-Schema (PAD= Proteasomenhemmer, Adriamycin, Dexamethason) endete am 28.01.2010. Leider hat im meinem Fall die Hinzunahme von Doxorubicin nichts gebracht, auch jetzt stiegen die Werte in den kurzen Pausen wieder auf den Ausgangswert. Während ich aber unter Velcade/Dex keine Nebenwirkungen hatte, fand ich die erweiterte Therapie schon anstgrengend.

Das Behandlungsschema sah bei mir so aus:

Tag 1-4: 9mg/m² Doxorubicin iv
Tag1, 4,8,11 : 2,6mg/m² Velcade
Tag 1-4, 8, 11: 20mg Dex iv

Dazu an den Behandlungstagen im Vorlauf Navoban gegen Übelkeit.

Nebenwirkungen bei mir:

Etwa von Tag 5 -8 war ich matt, saß viel auf dem Sofa rum und schon kleine Spaziergänge fand ich anstrengend.
Die Schleimhäute entzündeten sich, Höhepunkt um Tag 10
Blähbauch und Neigung zu Verstopfung
Keine Übelkeit, kein Haarausfall
Nur leichte Beeinflussung des Bluttbildes (Thrombos und Leukos weiterhin im Normalbereich, HB zeitweilig von 12,x runter auf 10,x.)


Ob die Kombi mit Cyclophosphamid die bessere Wahl gewesen wäre? Wer weiß?!

Subjektiv fühle ich mich jetzt wieder gut. Da ich in 2002 eine allo hatte, bekomme ich jetzt nochmal Spender-Lymphozyten. Der erste Schub wurde am 29.01. verabreicht, der zweite am 09.02. und der dritte folgt Freitag. Mal sehn, was es bringt.

Gruß aus Berlin,

Andreas