Ich hatte im Alter von 20 Jahren eine vergrösserte Schilddrüse und man hat im Szintigramm auch einen "kalten Knoten" ermittelt.
Dieser kalte Knoten wurde durch eine Operation entfernt und von der Schilddrüse wurde soviel gewebe abgetragen bis sie wieder normale Grösse hatte. Danach hat man mir Schilddrüsenhormone zur täglichen Einnahme zur Rezidivprophylaxe nach Strumaresektion verschrieben.
Ich habe bis zu meinem 58. Lebensjahr L-Thyroxin 100 fast täglich genommen. Die letzten Jahre von diesen 38 Jahren habe ich die Tabletten nur noch unregelmässig genommen, also nicht mehr konsequent täglich.
In Würzburg bei Beginn meiner Myelomtherapie 2010 hat man mir im Krankenhaus wieder L-Thyroxin täglich gegeben, weil ich angegeben hatte, dass ich vor ca. 40 Jahren eine Strumaresektion hatte.
Nach der ersten Vorhofflimmerataccke im ersten RAD Zyklus hat man die Schilddrüsenhormone wieder abgesetzt, weil nach einer Bestimmung von TSH und T3, T4 meine Werte eigentlich gut in der Norm waren.
Seidher, also seid nun 5 Jahren nehme ich keine Schilddrüsenhormone mehr und alles ist Ok.
Ich habe das Gefühl, wenn man in Deutschland einmal im Leben ein bestimmtes Medikament benötigt, dann nimmt man es oft Lebenslang, ohne dass es regelmässig geprüft wird, ob man es noch nehmen muss.
Das ist dann ganz im Sinne der PHARMA -Hersteller der Medikamente.
Die Langzeit-Nebenwirkungen hat der Patient zu tragen und damit zu leben, das interessiert dann keinen mehr.
Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.
rudiversal.wordpress.com