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christine antwortete auf Velcade
10 Juni 2015 13:30
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Mira schrieb: Hallo Christine,
Bei diese Studie zu Remissionstiefe (Punkt3):
Es steht nirgendwo ob Autologe oder Allogene gemeint ist. Es ist immer nur die Rede von Transplantation und Transplantierte.
Und Transplantierte sind Allogene. Es gab auch eine Rückmeldung auf die erste Nachricht von Rudi, wo jemanden den Arzt gefragt hatte und auch er meinte es ging nur um Allogene SZT. ........
LG
Mira


Liebe Mira

Wenn man den letzten Satz im Beacon Artikel liest:

For more information, please refer to the study by Vij, R. et al., “Impact of Pretransplant Therapy and Depth of Disease Response before Autologous Transplantation for Multiple Myeloma,” in Biology of Blood and Marrow Transplantation, February, 2015 (abstract).

Im Übrigen wird referiert, dass es sich um 500 Patienten handelt, die in den ersten 12 Monaten nach Diagnose eine Transplantation bekamen, schon das würde doch ein Studie über allogen Transplantierte ausschliessen.

Solche Mengen an Patienten für allogen Transplantierte gäbe es nicht und schon gar nicht ab dem Zeitpunkt. Eine Schwäche der Studie ist sicher, dass es eine "retro Studie" ist, bei der eine Gruppe hinterher ausgesucht/untersucht wurde. Aber das wäre nicht das erste und nicht das letzte Mal.

Ich weiss nicht, ob in Deutschland "Transplantierte" nur allogen transplantierte sind.... man kann/sollte aber wohl nachhaken. Hier und in den Staaten gilt das sicher nicht.

Und nachkarten würde ich auch nicht, aber ein bisschen beruhigend ist es doch dass man nicht in eine Falle getappt ist. Meine Konklusion wäre wie gesagt, dass selbst wenn man nur 3-4 Zyklen sV bekommen hat vor der HD, es am OS im Unterschied zu iV sehr wenig ausmacht.

....ich gehe jetzt in den Garten:-)

Mira antwortete auf Velcade
10 Juni 2015 10:49
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Hallo Christine,
Bei diese Studie zu Remissionstiefe (Punkt3):
Es steht nirgendwo ob Autologe oder Allogene gemeint ist. Es ist immer nur die Rede von Transplantation und Transplantierte.
Und Transplantierte sind Allogene. Es gab auch eine Rückmeldung auf die erste Nachricht von Rudi, wo jemanden den Arzt gefragt hatte und auch er meinte es ging nur um Allogene SZT. Das sagt aber auch über die Genauigkeit mit der diese Studie ausgeführt wurde aus.
Was ich persönlich auch bedenklich finde, ist das Daten ausgewertet wurden von 1995 bis 2010, man aber gleichzeitig die Aussage macht es kann auf die aktuelle Behandlungen übertragen werden...
Ob Subkutan besser oder schlechter ist kann doch keiner sagen, soweit mir bekannt wird das noch gar nicht so lange praktiziert. Irgendwann trefft man für sich eine Entscheidung und dann ist das halt die Richtige! Man sollte nie nachkarten.
LG
Mira

christine antwortete auf Velcade
09 Juni 2015 21:36
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www.myelomabeacon.com/news/2015/03/23/pr...se-multiple-myeloma/

Hallo Mira
Es geht im letzten Artikel um das Ergebnis bei autolog transplantierten Patienten. Bei all den 539 um Patienten, die nicht so gut auf eine Behandlung / Introduktion vor einer autologen HD ansprachen.
Die MM5 hatte ca 600 Patienten insgesamt.

Wenn man den englischen O-Text des MM5 Ergebnisses liest, ist die Wertung des Unterschieds von sv zu iv wesentlich vorsichtiger als im Beacon Text. Da liest es sich ja, als ob alle mit Velcade subkutan Behandelten im Grunde schlechter dran wären, vor allem, wenn sie nur 3 Zyklen sv bekommen hätte. Daher ja auch Rudis Konklusion. Ich bin nun leider nicht im Stand, Studien 100 % genau zu bewerten, wollte eigentlich nur vor Frust warnen..... Nicht alles wird so heiss gegessen, wies gekocht wird! ( vom Iphone geknotete)
Grüsse

Mira antwortete auf Velcade
09 Juni 2015 19:04
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Hallo Christine
Irgendwie eine unglückliche Kombination.
Wenn man 1,2+3 zusammen zieht könnte man auf die Idee kommen, man kann auch auf Velcade Subkutan ausweichend und das Resultat ist durch Studien belegt gleichwertig.
Dem ist aber nicht so, vor allem diese "Studie" der Unterlagen von 539 Patienten, wovon nur 126 mit Velcade (nicht mal in der aktuellen Kombi) behandelt wurden, ist alles andere als eine gute Basis für irgendeine Entscheidung. Die Studie betrifft ohnehin nur Transplantierten (=Allo).

LG
Mira



christine antwortete auf Velcade
09 Juni 2015 16:48
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Hallo Rudi,
ich habe mir das nochmal überlegt und erstens das Original des Artikels kopiert und zweitens einen Ausschnitt aus dem Myeloma-Beacon samt dem dazugehörenden Abstract. Wenn man das so liest, könnte man ja meinen, dass es zusammenpassen müsste/sollte/könnte? Ich habe ja 3,5 Zyklen Velcade gemacht und auch eine Abschwächung der Wirkung nach subkutaner Behandlung gehabt (die ich im Übrigen selbst erstritt)
Ich denke trotzdem, dass dass das alles marginal ist. Es nützt ja nichts, wenn man "halbtod" in Remission ist.

1 Velcade subkutan hat (wesentlich) weniger Nebenwirkungen.?

2. Die Tiefe der Remission vor der Transplantation ist wohl doch marginal geringer mit 3 Zyklen subkutan gegen intravenös. Mehr Zyklen schwächen diesen Unterschied.

www.haematologica.org/content/haematol/e...2015.124347.full.pdf

3. Die Überlebensrate hat nicht unbedingt mit der Tiefe der Remission vor der HD zu tun.

www.bbmt.org/article/S1083-8791(14)00662-4/abstract .

Beacon Interpretation- Zitat " The authors of the new study looked at data for 539 myeloma patients who failed to achieve even a partial response to their initial (induction) treat­ment regimen after diagnosis.
After their initial treatment failed, some of the 539 patients went on to have a stem cell transplant without any additional treatment. The rest of the patients received additional treatment with other myeloma therapies before also going on to a stem cell transplant.
Not surprisingly, the additional therapy received by some of the patients before their transplant meant that those patients had deeper responses before and after their transplant than the patients who went straight from their first treatment to a transplant.
But, when the authors compared the survival of the two groups of patients, they found no difference. The progression-free survival and overall survival for both groups were basically the same.
In other words, among the patients in this study, treating some of them longer and with more treatments to deepen their response did not provide any survival benefit."





rudi antwortete auf Velcade
06 Juni 2015 11:48
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joseph schrieb: Info von unserer H-Page

www.myelom.org/fileadmin/Daten/Therapien...04-20_MB_Velcade.pdf

Liebe Grüsse

Joseph


Nach diesen neuen Erkenntnissen wäre für mich die Schlussfolgerung folgende.

1. Bei den 3 Induktionszyklen vor einer SZT sollte Velcade dann wie früher immer Intravenös (i.V.) verabreicht werden, weil dabei fast doppelt soviele sehr gute Remissionen erzielt werden als bei subkutaner Verabreichung.

2. Bei refraktären und stark wiederkehrenden oder auch extramedullären Rezidiven sollte Velcade dann auch wie früher i.V. verabreicht werden.

3. Dann sehe ich nur eine einzige subkutane sinnvolle Anwendung von Velcade und das ist die langfristige Erhaltungstherapie, bei der Velcade über 12 Monate oder länger als Dauererhaltung gegeben wird.

Also hat sich das mit der subkutanen bequemen Methode jetzt stark relativiert und muss neu betrachtet werden.

Bei meinem teils extramedullären Rezidiv vor einem Jahr habe ich auch 3 Zyklen VCD erhalten. Aber Velcade auch nur nach "moderner" subkutaner Applikation und das Ergebnis der Remission war ja nicht sehr gut. Also wären wohl bei intravenöser Applikation die Ergebnisse besser ausgefallen, was ja so auch in der Studie vermutet wird.

Ohne Nebenwirkung manchmal auch keine Wirkung, da muss man manchmal in den sauren Apfel beissen, auch wenn der süsse direkt daneben liegt.

LG
Rudi

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com