Die Zeit rennt...
tausend Dank für eure Beiträge, die mir sehr geholfen haben

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Nach der Induktionstherapie hätte ich gern meinen Remissionsstatus gehabt. Leider habe ich vergeblich darum gebeten (bekam ich dann erst Ende September...Remissionsstatus vor HD sehr gute Teilremission). Ärgerlich. Cyclophosphamid und Stammzellsammlung lief sehr gut (15,7 Mio/kgKG CD 34+ Zellen). 3 Tage nach Cyclo verabschiedeten sich meine Haare. Meine Tochter hat sie "gepflückt", wie sie es nannte. Dann folgten HD 7.-8. August und ASCT 10.August (5,2 Mio CD 34+-Zellen/kgKG). Ich habe es mir einfacher vorgestellt. Es ging mir beschissen

in der Aplasiephase (5 Tage), habe mir die Seele aus dem Leib gekotzt, Mund, Rachen, Speiseröhre entzündet (Muskovitis), der Krankenhausgeruch und alles drumrum war im wahrsten Sinne des Wortes zum Kotzen, Essen ging nicht drum wurde ich künstlich ernährt. Hinzu kam Durchfall. :bang: Aufgeschwemmt wie ein schwangeres Nilpferd habe ich Blicke in den Spiegel gemieden. :roll: Schlafen konnte ich nachts kaum, war unruhig und der Rücken tat mir weh, dazu leichtes Fieber. Bekam Morphin, war dann völlig weg von einer angeblichen Babydosis. 2 Erythrozytenkonzentrate und 1 Thrombozytenkonzentrat wurden verabreicht. Alles in allem war das kein Spaziergang, sondern eine Tortur. Positiv zu vermerken ist, dass sehr nette Ärzte und noch netteres Pflegepersonal auf der Station waren, sehr zu empfehlen (Klinikum Oldenburg, 312). Am 25.08. kam ich nach der Gabe von 10 g Octagam auf meinen Wunsch nach Hause, hatte 2 Tage zuvor künstliche Ernährung abschliessen lassen, essen ging zwar trotzdem nicht, hatte aber ja genug Gewicht. Weiterhin gab es Magenschoner, Kalium, Folsan, Übelkeitsmittel, Antibiotikum, Acyclovir. Weiterhin konnte ich zu Hausee nicht essen, war total schwach, schwindelig und am Erbrechen. Habe dann Kalium und Übelkeitsmittel weggelassen, Kohletablette zum Entgiften und homöopathisches Mittel gegen Übelkeit genommen, sehr bald ging es mir etwas besser und ich konnte langsam wieder essen. Auch der Durchfall hörte auf. Alle Tabletten erzeugten einen Würgereiz und es fiel mir schwer sie zu nehmen.
Die ganze Prozedur hat mir arg zugesetzt. Bis Anfang Oktober lag ich überwiegend, konnte nur schwer laufen, zum Einen weil mir schwindelig wird, zum Anderen weil ich zunehmende Nervenschmerzen in Füssen und Händen hatte. Und ich war ständig müde. Mein Blutdruck war im Keller, ich bekam eine NaCl Infusion und es ging mir besser. Anfang November stoppte ich sämtliche Medis und es geht mir seitdem erheblich besser. Der Arzt ist etwas verärgert, wil ich das Antibiotikum und das Aciclovir abgesetzt habe (sollte ich für ein Jahr nehmen), ich will einfach mal wieder Tablettenfrei sein. Mein Magen und meine Seele freuen sich drüber. Vielleicht unvernünftig, vielleicht nicht. Ergebnis des Restagin Ende September, sehr gute Teilremission, kein M-Gradient, Ifix positiv Kappa. Mist, hätte gern CR gehabt....Arzt empfiehlt Bifis, lehne ich ab da noch keine Knochenbeteiligung vorliegt. Habe Angst um meinen Kiefer. Randomisierung ergibt zweite Stammzelltransplantation. Ich lehne ab, muss mich noch von der ersten erholen und schaffe es auch mit meiner Tochter nicht. Möchte aus der Studie raus.
Ende Oktober Blutuntersuchung bei meiner anderen Onkologin....kein M-Gradient, Ifix in Serum und Urin negativ. Hurra! Sie empfiehlt mir eine Reha, würde ich gern ambulant machen.
Freitag, 13.11. nächste Vorstellung zur Therapieplanung, ich sage erneut, dass ich insbesondere nach der neuen Untersuchung, die doch eine CR ergeben hat, keine zweite SCT machen werde und auch erstmal keine Medikamente will. Stattdessen möchte ich eine Reha machen zur Genesung. Ich soll jetzt erstmal abwarten was die neue Blutuntersuchung ergibt da es in einem anderen Labor andere Ergebnisse geben kann (also vielleicht keine CR) und eine Knochenmarkbiopsie machen. Einer Reha wird nicht zugestimmt weil ich mich ja vieleicht bei anderem (schlechteren) Befund doch einer SCT zustimme. Erneut sage ich dass es aus privaten Gründen nicht möglich ist, zumal meine Tochter psychisch sehr gelitten hat in der ganzen Zeit und wir erstmal Ruhe brauchen. Also abwarten bis ich Donnerstag die Blutergebnisse bekomme. Bin mit der Biopsie recht unschlüssig. Ich (und auch die mitbehandelnden Ärzte) bin etwas verärgert, dass ich immer Monate auf die Berichte warten muss, es ist sehr stressig immer wiedr nachzufragen. :roll:
Ich hoffe, dass die Neuropathien langsam aufhören, es ist sehr anstrengend. Aber es wird schon. Und nach irgndwelchen Medis ist mir gerade garnicht....