Zum Hauptinhalt springen
klaus99 antwortete auf Therapievergleich
29 Apr. 2015 21:04
  • klaus99
  • Offline
  • 468 Beiträge seit
    05 Februar 2014
Mehr
Hallo zusammen,
ich bekam während der einwöchigen stationären Mobilisierungschemo Doxorubicin zusammen mit Cyclophosphamid und Dexa. Soweit so gut!
Bei der zweiten Doxo-Infusion gab es dann aber Probleme mit der Braunüle und es lief Infusionsflüssigkeit über meinen Handrücken auf den Fußboden. Dies hat auf der Station zu einem mittleren Gefahrguteinsatz geführt, denn außerhalb der Venen ist dieses Zeug extrem toxisch und führt zu Problemen wie Rudi sie schon genannt hat.
Die Schwestern haben aber super reagiert und das sofortige Spülen meiner betroffenen Hauptfächern mit Wasser, Wasser, ... hat dann wohl auch verhindert, dass ich irgendwelche Nachwirkungen bekam.
Zusätzlich bekam ich dann noch mehrere Infusionen Dexrazoxan sozusagen als "Gegengift".

Es ist alles gut verlaufen und einen Port oder ZVK muss man nicht unbedingt haben, aber die Ärzte sollten sicherstellen, dass der Venenzugang gut und funktionsfähig ist und diese wirklich intensiv kontrollieren.

Gruß Klaus

Wir sterben nur einmal - Wir leben jeden Tag
myelom.online
facebook.com/myelom.online

Barmu antwortete auf Therapievergleich
29 Apr. 2015 18:43
  • Barmu
  • 0 Beiträge seit
    03 August 2026
Mehr
Hallo ihr alle,
mein Mann hat Doxorubicin bei der Induktionschemo mit bekommen in Kombi mit Dexa u. Bortezomib, aber ganz normal über einen Venenzugang, allerdings waren die Schwestern sehr sehr vorsichtig wegen der schlimmen Hautwirkungen, wenn etwas danebenläuft. Zu den Nebenwirkungen des Doxorubicins kann ich nur sagen, dass mein Mann es gut vertragen hat. Die Werte nach der Induktionschemo waren fast eine VGPR, also hats auch gut gewirkt. Die Mobilisierungschemo mit Cyclophosphamid lief ebens nur über die Vene. Zur Stammzellsammlung erst wurde dann ein Venenkatheder am Oberschenkel gelegt.
Liebe Grüße Bärbel

Caro antwortete auf Therapievergleich
29 Apr. 2015 10:56
  • Caro
  • Offline
  • 691 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Mehr
Hi Rudi,

auch mein LG hatte nie einen Port oder ZVK. Während der Mobi-Chemo bekam er das Doxorubicin als Spritze - wobei sich die Ärzte nicht eben drum rissen, die zu verabreichen, eben wegen der Gefahren, wenn etwas daneben läuft. Auch Caelyx später bekam er über eine Braunüle als Infusion, ebenso die Hochdosid. Er wollte halt nicht so ein Teil in sich drin. Aber in WÜ haben sie sich schon gewundert, dass er keinen Port hat.

Liebe Grüße

Caro

joseph antwortete auf Therapievergleich
29 Apr. 2015 09:06
  • joseph
  • 0 Beiträge seit
    03 August 2026
Mehr

rudi schrieb: Deshalb kann und darf Doxorubicin nur über einen ZVK oder besser noch Port gegeben werden.


Hi Rudi

Ich hatte weder einen Port, noch einen Zentralen-Venen-Katheter, jede Infusionen oder Stammzellsammlung ging über eine normale Infusionsnadel im rechten oder linken Arm, auch CAELIX 8)

Liebe Grüsse

Joseph

rudi antwortete auf Therapievergleich
29 Apr. 2015 00:34
  • rudi
  • Offline
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Mehr
Doxorubicin ist das selbe wie Adriamycin, nur andere Namen im Handel.
Um die herzschädigende Potenz zu verringern wurde Caelyx® – pegyliertes liposomales Doxorubicin entwickelt. Dieses ist jedoch teuerer und wird vorwiegend bei Patienten mit vorgeschädigtem Herz verabreicht.

Doxorubicin ist sehr aggressiv auf das Gewebe und wenn etwas daneben läuft bei Infusionen kann es gravierende nekrotische Gewebeschäden geben. Deshalb kann und darf Doxorubicin nur über einen ZVK oder besser noch Port gegeben werden.
Cyclophosphamid kann ganz einfach über eine Nadel intravenös gegeben werden und ist deshalb viel einfacher in der Handhabung.


Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

christine antwortete auf Therapievergleich
28 Apr. 2015 21:50
  • christine
  • 0 Beiträge seit
    03 August 2026
Mehr
Ich bin immer noch am überlegen...... Die am häufigsten verabreichte Introduktionstherapie ist ja schon VCD, also Velcade, Cyclo und Dex.
Ich denke mal, dass Dox nur oder vor allem in der Studie gegeben wurde. Es gab ja einen regelrechten Hipe um Doxorubicin, das in vorliegender veränderter Form so viel besser als sein Vorläufer A ( Adriamycin o. so ähnl) und womöglich auch Cyclophosamid sein sollte.
War wohl nur teurer.........

Im original Abstract steht ja ganz trocken, dass Cyclophosamid ( weiterhin?) das Mittel der Wahl sein sollte. Das haben die allermeisten (- die Hälfte von 500 Studienteilnehmern) von uns bekommen.