Rudi hat es richtig dargestellt.
Die Entnahme peripherer Blutstammzellen ist das geläufige Verfahren für Stammzellsammlung durch gesunde SPENDER. Die zur allo-Transplantation benötigten Stammzellen werden hierbei aus dem zirkulierenden Blut des Spenders gewonnen. Durch die Gabe eines Hormons (G-CSF = Granulozyten-Kolonie stimulierender Faktor =Neupogen) wird das Knochenmark zu einer vermehrten Bildung von Blutstammzellen angeregt, die dann in das zirkulierende Blut ausgeschwemmt werden.
Natürlich bekommen die Spender zuvor keine Chemo (zytotoxische Substanzen).
Für die autologe Blutstammzelltransplantation (PBSZT), z.B. beim Myelompatient nach einer myeloablativen Chemotherapie (Hochdosischemo) werden die benötigten Stammzellen einigen Wochen vorher im ähnlichen Verfahren gesammelt. Nur das hier der Patient noch vor der Stammzellsammlung eine Chemo, z.B. Cyclophosphamid bekommt.
Diese Chemo soll möglichst viele Krebszellen (Myelomzellen) abtöten, trifft natürlich aber auch gesunde Zellen (z.B. Plasmazellen). In der Phase danach stimulieren die verbareichten G-CSF den Wachstum der Zellen....und hier wachsen die gesunden Zellen schneller als die Bösen, sodass hoffentlich viele gesunde Stammzellen gesammelt werden können.
Ohne die vorherige Chemo würde man sich selbst die eigenen Myelomzellen wieder übertragen und somit wäre die ganze Prozedur der autoHD nonsens. Kommt später ein Rezidiv, ist es meist weil maligne Zellen die HD überlebten und/oder zusätzlich durch Mutationen aggresiver werden...
gruß
bernard