Zum Hauptinhalt springen
Margret antwortete auf Neuvorstellung und Therapiefrage
09 März 2015 13:41
  • Margret
  • 0 Beiträge seit
    04 August 2026
Mehr
Liebe Patra,

eine schwierige Frage... Jede Antwort "ich würde so oder so handeln" nützt dir letztlich nichts...

Die mögliche Behandlung muss mit den Ärzten, die sämtliche Werte und den Gesamtzustand kennen, und deinem Vater abgestimmt werden. ER ist der Patient, um ihn und sein Leben, seine verbleibende Lebensqualität, geht es. Er muss es wollen - oder ablehnen. Zu beidem hat er allein das Recht. Auch eine dosisreduzierte Chemo hat Nebenwirkungen (wenn sie Wirkung haben soll). Das ist zu bedenken.

Meine Mutter erkrankte mit über 90 bei bestem Gesamtzustand an Darmkrebs und hat sich trotz dringender Empfehlung der Ärzte gegen jede Behandlung, bis auf Schmerzmedikation, entschieden. Sie hatte noch ein wunderschönes und fast beschwerdefreies Jahr, ist dann schnell friedlich eingeschlafen. Ich sprach danach mit ihrem Arzt, der sich für eine "altersangepasste Chemo" ausgesprochen hatte. Er sagte mir ernsthaft "Na ja, mit Behandlung hätte ihre Mutter aber noch 1-2 Monate mehr gehabt...". Da fragt man sich schon, was im Kopf manchen Mediziners so vor sich geht.

Entscheiden muss letztlich der Patient - es gibt keinen Grund zu Hektik und Eile, das will in Ruhe überlegt und entschieden sein.

Alles Gute für die Etnscheidung bei euch und liebe Grüße
Margret

Jeanny150765 antwortete auf Neuvorstellung und Therapiefrage
09 März 2015 13:32
  • Jeanny150765
  • Offline
  • 1161 Beiträge seit
    17 Juni 2010
Mehr
Liebe Petra

willkommen hier bei uns...

Das ist schlimm,das ein Mensch Krebs bekommt und dann auch noch mit 80 Jahren.Eine SZT kommt sicher nicht in Frage in diesem Alter.
Wenn es sein muss,würde ich mit den Ärzten sprechen,ob eventuell Velcade in Frage kommt.Vielleicht einmal die Woche.Da müsste er ambulant 1 mal die Woche eine bekommen.Dauert ca. 5 minuten,ist nur eine Spritze.Aber ich weiß ja auch nicht wie die Werte sind.Jedenfalls würde ich in diesem Alter sehr schonend ran gehen.Die Werte müssen zurück gehen,aber es sollte schonend sein.Velcade hilft sehr vielen sehr gut.Vielleicht ist das eine Option.Die Lebensqualität währe nicht ganz so beeinträchtigt.Du musst mit den Ärzten darüber sprechen.Meine Mutter hatte die MVP Therapie,seit 4 Jahren ohne weitere Therapie.War nicht einfach,aber durchzustehen.Wäre Sie 80 gewesen zu diesem Zeitpunkt und mit meinem heutigen Wissen,würde ich "nur" Velcade wählen,denn dieses Medikament hat die Werte in kürzester Zeit in normale Bereiche geführt.Alles Gute bei der Entscheidung.


LG
Jeanny

Neuvorstellung und Therapiefrage wurde erstellt von PetraBln
09 März 2015 10:03
  • PetraBln
  • Autor
  • 0 Beiträge seit
    04 August 2026
Mehr
Guten Tag in das Forum,

ich habe mich hier als Angehörige eingeschrieben. Als meine Mutter vor 12 Jahren an einem Gehirntumor erkrankt ist, habe ich auch in entsprechenden Foren gepostet und viel Kraft und Hilfe daraus gezogen. Leider hat sie damals den Tumor nicht überlebt.

Nun hat mich das Schicksal wieder. Mein Vater ist am MM erkrankt; die Diagnose kam vor ca. 1 Jahr. Bis vor drei Monaten verlief die Krankheit noch einigermaßen beschwerdefrei; nun aber wurde uns doch zu einer Therapie, in dem Fall wohl Chemo, geraten. Nun ist mein Vater aber bereits 80 Jahre und ich bin mir nicht sicher, ob überhaupt eine Chemotherapie angeraten ist und wenn ja, welche Therapieform gewählt werden soll. Eine hochaggressive ist ja nicht sinnvoll.
Gibt es hier im Forum Erfahrungen mit Chemotherapie bei hochbetagten Menschen? Und welches Therapieprotokoll wurde gewählt?
Ich freue mich über jeden Hinweis und jede Hilfe.
Herzlichst Petra