Liebe Patra,
eine schwierige Frage... Jede Antwort "ich würde so oder so handeln" nützt dir letztlich nichts...
Die mögliche Behandlung muss mit den Ärzten, die sämtliche Werte und den Gesamtzustand kennen, und deinem Vater abgestimmt werden. ER ist der Patient, um ihn und sein Leben, seine verbleibende Lebensqualität, geht es. Er muss es wollen - oder ablehnen. Zu beidem hat er allein das Recht. Auch eine dosisreduzierte Chemo hat Nebenwirkungen (wenn sie Wirkung haben soll). Das ist zu bedenken.
Meine Mutter erkrankte mit über 90 bei bestem Gesamtzustand an Darmkrebs und hat sich trotz dringender Empfehlung der Ärzte gegen jede Behandlung, bis auf Schmerzmedikation, entschieden. Sie hatte noch ein wunderschönes und fast beschwerdefreies Jahr, ist dann schnell friedlich eingeschlafen. Ich sprach danach mit ihrem Arzt, der sich für eine "altersangepasste Chemo" ausgesprochen hatte. Er sagte mir ernsthaft "Na ja, mit Behandlung hätte ihre Mutter aber noch 1-2 Monate mehr gehabt...". Da fragt man sich schon, was im Kopf manchen Mediziners so vor sich geht.
Entscheiden muss letztlich der Patient - es gibt keinen Grund zu Hektik und Eile, das will in Ruhe überlegt und entschieden sein.
Alles Gute für die Etnscheidung bei euch und liebe Grüße
Margret