Optimist schrieb:
Seit meiner Prostataoperation 7/2011 bin ich auf ausreichend basische Ernährung umgestiegen .
Hallo Arno,
das allein hat also - auch wenn es die Cholesterinwerte verbessert hat - leider nicht genügt, den Krebs zu beseitigen.
Im Profil schreibst Du von Quark mit Leinsamen. Frau Budwig, die das als erste propagiert hat, hat ihren Patienten viel mehr Leinöl pro Tag verordnet (und weitere Maßnahmen). Fast jedes andere Fett war bei ihr verboten.
Ich will damit sagen, dass die Programme, bei denen Krebs durch Ernährungsumstellung geheilt wurde oder werden soll, in der Regel viel radikaler sind. (z.B. auch die Gerson-Ernährungsweise)
Am überzeugendsten finde ich die ketogene (sehr kohlehydratarme) Ernährung, die im Buch "Krebszellen lieben Zucker-Patienten brauchen Fett" auch wissenschaftlich gründlichst erläutert ist. Darin findet sich auch z.B. eine Kritik an der Budwig-Ernährung insofern als diese zu viel Getreide und Obst erlaubt hat, also zu viel Kohlehydrate (2 Stück Obst am Tag kann schon zu viel sein, wenn es süßes Obst ist.), während gleichzeitig ihre guten Punkte (z.B. viel Leinöl) integriert sind in die ketogene Ernährung. Also das scheint mir das beste Gesamtpaket zu sein.
Eine Zusammenfassung findet sich hier:
krebszellen-lieben-zucker-patienten-brau...huereKetogen1011.pdf
Kohlehydratarme Ernährung wird übrigens zur Zeit in einer Studie bei Prostatakrebs untersucht:
realfoodforager.com/university-study-on-...or-cancer-treatment/
Ich schätze also, dass es weniger auf basisch ankommt, als vielmehr auf kohlehydratarm + die richtigen Fette. Da man dabei dann relativ viel Gemüse isst und auf Zucker verzichtet, wird der Urin auch basisch. Basisch ist also mit dabei, aber nicht das entscheidende Kriterium, sondern ob der Körper seine Energie hauptsächlich aus Fettverbrennung oder hauptsächlich aus Kohlehydraten bezieht.
Aber ich bin nur Angehörige meiner vor drei Jahren an MM verstorbenen Schwester und kenne also persönlich keinen Fall von Krebsheilung durch ketogene Ernährung.
Wenn Du wirklich auf Ernährung setzen willst, wird es wahrscheinlich noch mehr erfordern als das, was Du bisher machst. Und das ist nicht ganz leicht. Ich selbst stelle mich nur allmählich um (prophylaktisch) und mache viele Kompromisse - habe ja aber auch keine Krebsdiagnose.
Liebe Grüße
Karina