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ExilHanseat1 antwortete auf Autologe SZT mit 71 nach Erstdiagnose?
24 Apr. 2014 21:48
  • ExilHanseat1
  • Autor
  • 0 Beiträge seit
    03 August 2026
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Hallo zusammen,

zunächst schon mal Danke für die bisherigen Antworten.

@Lisa:
Das Gespräch wird meine Mutter in jedem Fall wahrnehmen! Vielleicht hatte ich mich da etwas undeutlich ausgedrückt.
Was mich angeht, so habe ich mit meiner "CML" eine Leukämie-Form, die seit gut 10 Jahren in vielen Fällen mit einer dauerhaften Tabletteneinnahme unterdrückt werden kann. Manchmal macht die Medizin erstaunliche Fortschritte :o
SZT ist daher für mich nie konkrete Überlegung gewesen. Wenn allerdings, dann ist die bei Patiente wie mir in jedem Fall allogen, und hier ist das Risikopotenzial ja offenbar deutlich höher ...

Ich habe bisher von euch mitgenommen, dass das bei meiner Mutter tatsächlich eine individuelle Entscheidung sein kann und soll, dass es also mehr als eine erfolgversprechende Option geben kann.

Das hilft mir natürlich schonmal weiter. Was mir allerdings gar nicht nicht bewusst war ist, dass die autologe SZT unter Umständen in Mehrjahresabständen wiederholt werden kann (muss). das finde ich ganz schön krass ...

Nochmals Danke soweit!

Vielleicht sind ja noch mehr Erfahrungen mit "Alten" hier im Forum.


24 Apr. 2014 15:33
  • mickey
  • 0 Beiträge seit
    03 August 2026
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liebe neue ältere Patienten !

ich bin 75, habe die Diagnose MM im April 2000 erhalten, dann 8 Jahre ziemlich sorglos vor mich ''hingesmouldert''und im Dez. 2008 wegen angegriffener Lendenwirbel eine konventionnelle Chemo (MPT) im Rahmen einer Celgene Studie gemacht, die mit CR endete. Die autologe SZT hatte ich abgelehnt, obwohl ich in guter Verfassung war. Seit Okt. 2012 steigen die Werte wieder, ich bin jetzt bei 32 g Igg, sonst ist alles im grünen Bereich. Alle 2 Monate sehe ich meine Onkologin, zuletzt vorgestern. Da ich kein Crab-Kriterium habe, haben ''wir beide'' beschlossen, mit der vorgesehenen 18-monatigen Revlimid-Dexa Behandlung welter zu warten. Ich fühle mich putzmunter, gehe zwar bei längeren Spaziergängen an Krücken aber sehe der Zukunft gelassen entgegen
Es ist sehr wichtig einen Arzt zu finden, der einen individuell betreut und nicht nach Schema F therapiert.

Ich nehme seit Januar hochdosierte Curcumin-Kapseln und die Igg-Werte sind seitdem gesunken ...

Liebe Grüsse an alle von der Old Mouse

lisa_kotschi antwortete auf Autologe SZT mit 71 nach Erstdiagnose?
24 Apr. 2014 14:14
  • lisa_kotschi
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    27 Oktober 2009
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Lieber ExHanseat,

beim Lesen Deines Beitrages ist mir die Frage durch den Kopf gegangen, was Deine Mutter verlieren kann, wenn sie sich auf Beratungsgespräch in Braunschweig einlässt? Allerdings fände ich es gut, wenn sie jemand begleitet und mit ihr gemeinsam einige für sie wichtigen Fragen vorbereitet werden.

Wie Du schreibst, warst/bist Du Leukämie-Patient und hast wahrscheinlich auch eine Stammzelltransplantation hinter Dir. D.h. Du hast vermutlich Erfahrungen zum Prozess der SZT gemacht.

Was nun Braunschweig betrifft, das ich selbst bisher nicht kannte, so scheinen sie in Sachen MM ausreichend Erfahrung zu haben. Sie arbeiten auch mit Würzburg im Rahmen der DSMM XIV Studie zusammen sowie bei der ReLapse Studie mit Heidelberg. Das finde ich sehr vertrauenserweckend und zeigt, dass sie Expertise haben.

Ich meine also, Informationen, auf deren Basis Deine Mutter weitere Entscheidungen in Ruhe treffen kann, können nur nützen.

Alles Gute
Lisa




Jeanny150765 antwortete auf Autologe SZT mit 71 nach Erstdiagnose?
24 Apr. 2014 11:56
  • Jeanny150765
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    17 Juni 2010
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Hallo,


ich möchte zum Thema "ältere" Patienten etwas schreiben.
Meine Mutter war bei Diagnose 2010 , 66 Jahre alt.Man hat Ihr die autologe SZT empfohlen.Sie hat diese abgelehnt.Aus Angst und weil Sie auch noch andere Erkrankungen hat(Bluthochdruck).
Dann hat Sie die MVP Therapie erhalten.Damit kam Sie in eine PR und bis heute geht es Ihr gut.Ihre Laborwerte sind im grünen Bereich,allerdings fängt der IgG Wert ganz langsam an zu steigen.Allerdings zwischen zwei Kontrollen (vierteljährlich) ist der Wert sogar stehengeblieben.Da sich die Zellen nicht mehr ganz so schnell teilen beim älteren Menschen,hoffe ich,das das noch ganz lange so langsam weitergeht.Ich will damit sagen,vielleicht doch nicht die große Keule beim älteren Patienten.Aber das muss jeder für sich entscheiden und wenn Deine Mutter in guter Verfassung ist,dann müsst Ihr überlegen.Ich wollte Dir hier nur schreiben,wie es bei meiner Mutter gelaufen ist.Alles Gute


Jeanny

23 Apr. 2014 23:56
  • rudi
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  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
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Hallo,
in Würzburg hatte ich bei meiner 2. autologen SZT einen Zimmernachbarn mit 70 Jahren, der auch eine autologe SZT erhalten hat. Er hat es gut verkraftet, allerdings wurden ihm im Gegensatz zu mir und zum Standard von 200mg Melphalan nur 140mg verabreicht.
Bei Patienten weit über 60 Jahre macht man die autologe SZT in der Mehrzahl mit dieser geringeren Dosis zur besseren Verträglichkeit.

LG
Rudi

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

Autologe SZT mit 71 nach Erstdiagnose? wurde erstellt von ExilHanseat1
23 Apr. 2014 21:53
  • ExilHanseat1
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    03 August 2026
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Hallo zusammen,

ich schreibe hier für meine Mutter, von der mich allerings 600 km trennen. Ich selbst bin Leukämie-Patient (zum Glück in guter Remission) und habe daher etwas mehr Vorkenntnisse als der Durchschnittsdeutsche, mehr aber auch nicht.

Meine Mutter wurde Anfang des Jahres diagnostiziert (Zufallsbefund, Knochen sind alle i. O.) und sprach gut auf die empfohlene Chemo an.
Nun hat man ihr aufgrund ihres offenbar guten Allgemeinzustandes eine autologe SZT empfohlen bzw. ein Beratungsgespräch dazu in Braunschweig.

Ich möchte ihr helfen, sich darauf vorzubereiten. Nach den DGHO-Richtlinien scheint die auto SZT ja wohl häufig die empfohlene Therapieform zu sein.

Die Frage in diesem Alter ist aber natürlich, kann man die realistisch erwartbaren 15 - 20 "restlichen" Lebensjahre auch mit der von meiner Mutter als "sanft" empfunden Chemotherape über die Bühne bringen?
Ich möchte vermeiden, dass in 5 Jahren ein kritischer Zustand auftaucht und man dann sagt "nun ist sie aber zu alt".

Hat jemand Erfahrungen oder weitergehende Informationen. Leider weiß ich auch derzeit nicht, was ihre genaue Unterart ist, ist das sehr wichtig beim MM oder eher weniger?

Vielen Dank schonmal ...