Hallo Christer,
Ich habe ein reines Lambda-Leichtketten MM. Diagnose in 10/1993.
Bisher hatte ich 3x das Vergnügen mit Bendamustin, 3 Therapien zu
je 3 Zyklen von 28 Tagen:
1.) Zeitraum 1-3/2005: 100 mg/m2 Bendamustin (d1-2) als Infusion
und 40 mg Dexamethason (d1-4). Ergab PR, danach 8 Monate
Pause.
2.) Zeitraum 11/2005 - 1/2006: 100 mg/m2 Bendamustin (d1-2) und
40 mg Dexamethason (d1-4), als Vortherapie zu meiner 3. SZT.
3.) Zeitraum 2-4/2008: 85 mg/m2 Bendamustin (d1-2) und 40 mg
Dexamethason (d1-4). Da sich nur noch ein schwacher Therapie-
erfolg einstellte, wurde mit 2 Zyklen Velcade + Dex weitergemacht.
Damit konnte meine PR auf den bei mir üblicherweise (auch mit SZT)
erreichbaren Minimalwert von ca. 1g/24h der Leichtkettenaus-
scheidung im 24 h-Urin gedrückt werden.
Die Nebenwirkungen waren ähnlich wie bei all meinen anderen
Therapien: Müdigkeit, Benommenheit, Schwäche, Kurzatmigkeit,
leichte Geschmacksveränderungen, leichte Schleimhautentzündungen
im Mund. HB, Leukos, Thrombos wurden nur gering beeinflußt.
Hierbei hatte ich allerdings bisher auch bei anderen Therapien
(Velcade, Revlimid) wenig Probleme. Der Hauptübeltäter bezüglich
Nebenwirkungen ist bei mir immer Dex. Prednison, das ich in letzter
Zeit stattdessen nehme, ist da etwas günstiger.
Ich sehe Bendamustin durchaus als Möglichkeit zu variieren, wenn
andere Mittel in ihrer Wirkung nachlassen. Zudem ist es billiger als
die neuen Medis (ca.900 € pro Infusion).
Soweit meine Erfahrungen. Ich wünsche Euch alles Gute!
Christian