Hallo Ihr lieben Angehörigen,
ich möchte mich hier als Erkrankte noch einmal zu diesem Thema melden. Es ist richtig, wie Ihr hier schreibt, dass die Angehörigen zu wenig in die Therapien einbezogen werden. Es ist aber auch so, dass leider nichts passiert, wenn man(frau) sich nicht selbst darum kümmert. Ich finde jedoch auch, dass wir Erkrankten zum Teil viel zu wenig für unsere Angehörigen tun. Wir müssen sie überall mit einbeziehen, damit sie umfassend über den Verlauf der Behandlungen sowie auch über die körperliche und physische Verfassung informiert sind. Aus eigener Erfahrung heraus habe ich festgestellt, dass mein Mann oftmals, sobald er mal ein kleines Wehwehchen bei mir gehört hat, er sich sofort in Alarmbereitschaft befand, was mich nun wiederum auch irritiert hatte. Mit der Zeit sage ich ihm, dass es durchaus mal üblich ist, mal ein "kleines Wehwehchen" zu haben, ohne dass gleich was passiert(ist). Nach und nach unterlässt er es, mich bei jedem bischen zu fragen, ob was ist, was mich nun wiederum stutzig werden lässt (bin ich IHM egal????). Also - Ihr seht schon, sowohl Angehöriger, als auch Kranker zu sein ist gar nicht so einfach.
Ich finde, diese Sch . . . - Krankheit ist so unberechenbar, dass jeder, der davon sowohl un- als auch mittelbar davon betroffen ist, im Inneren unbeschreibbare Ängste hat. Deshalb finde ich auch den Beitrag von Caro bezüglich vieler Gemeinsamkeiten, so machbar, toll. Aber auch Margret hat viel beschrieben, wie sie und ihr Mann diese gemeinsame Zeit miteinander verbracht haben. Davon können Beide zehren. Jetzt, da diese ständige Anspannung vorbei ist, fällt man in ein Loch.
Der Körper meldet sich zu Wort und sagt, jetzt bin ich dran. Und wenn du dich nicht um mich kümmerst, dann mach ich mich bemerkbar, indem ich dich zu Stolpern bringe. Gib die Zeit, die ich brauche, um mich zu erholen.
Ich möchte mich auf diesem Weg bei den Angehörigen bedanken, die ungeachtet Ihrer eigenen Träume und Wünsche sich um uns kümmern (meinem Mann sag ich dies heute besonders eindringlich), sich für uns aufopfern - aber nicht aufgeben sollen - bleibt gesund.
Allen wünsche ich einen guten Rutsch und ein gutes neues Jahr. Ich wünsche Euch von ganzem Herzen, dass Eure Therapien gut anschlagen und die in Remission sind, in Remission bleiben - alles Liebe und Gute
Eure Rosi