Hallo,
ich habe in der DSMM XII Studie Revlimid in den 4 Induktionszyklen 25mg mit 40mg Dexamethason und Doxorubizin bekommen und dann nach den autologen SZT 1 Jahr lang 10mg Revlimid alleine zur Erhaltung durchgehend jeden Tag.
Nebenwirkungen hatte ich keine merkbaren. Nur muss ich sagen, daß ich schon im ersten Zyklus der Induktionstherapie einen Tag Vorhofflimmern am Herz bekommen habe. Das hatte ich in den 58 Lebensjahren davor niemals.
Diese meist eintägigen Vorhofflimmerattacken habe ich während der gesamten 2 jährigen Therapiedauer ca. einmal bis max. zweimal im Monat für 8 bis 16 Stunden.
Während der Stammzellstimmulation durch HD Chemo hatte ich in Würzburg mal das maximale Vorhofflimmern von ca. 3 Tagen ununterbrochen.
Man kann nicht beweisen, ob das Revlimid das Vorhofflimmern verursacht hat, da ich ja ständig auch noch andere Sachen bekommen habe. Es kann auch die Kombination von allem daran schuld gewesen sein.
Aber bei Revlimid steht ja in der Beipackinfo (Produktinfo) auch drin, daß man Herzrhythmusstörungen und damit wahrscheinlich auch zum Teil Vorhofflimmern bekommen kann.
Aber Beipackzettel brauch man garnicht erst zu lesen, denn danach kann man quasi alle Nebenwirkungen bekommen die es überhaupt gibt. Die Hersteller wollen sich da vorwiegend auch rechtlich absichern, damit keiner sie anklagen kann, wenn er eine der aufgeführten Nebenwirkungen bekommt.
Aber ich habe auch den Verdacht auf Doxorubicin, das schädigt auch die Herzmuskelzellen.
Auf jedenfall haben die Vorhofflimmerattacken pünktlich nach der Therapie (nach Ende der Revlimid-Erhaltung) aufgehört.
Fazit: Keine Medis mehr - keine Herzprobleme mehr
Aber wie schon oben andere geschrieben haben, kann jeder Patient anders reagieren und du solltest dich von Erfahrungen der Anderen nur die positiven Brichte raussuchen:wink:
Insgesamt ist Revlimid gut verträglich und es gibt keinen Grund aus Angst davor eine Therapie mit Revlimid abzulehnen. Der Nutzen bei aktivem Myelom ist viel größer als eventuelle Nebenwirkungen.
LG
Rudi