Hallo Pat,
da muss ich Jeanny zustimmen, zunächst sollte mal dringend nachgeschaut werden, ob all diese Mittel, die die Psyche beinflussen und jedes für sich schon extrem müde und verwirrt macht, wirklich notwendig sind.
Bei den Medikamenten heben sich die Wirkungen gerne auch gegeneinander auf oder verstärken sich ungewollt. Auch die Schmerzmittel können die Wirkung der Neurologisch wirkenden Medis verstärken.
Mein Tip: Schreib dir die Namen und Mengen genau aus der Krankenakte ab und lass sie vom "Apotheker Deines Vertrauens" checken, dann spreche schnellstens mit dem behandelnden Arzt und überlege mit ihm gemeinsam, was vorsichtig abgesetzt werden kann.
Auch ein großes Problem bei all diesen Medikamenten ist die Art der Verabreichung. In den Kliniken wird oft nicht auf die Uhrzeit der Gabe geachtet, oder berücksichtigt, welche nicht mit bestimmten Getränken oder Mahlzeiten zusammen eingenommen werden dürfen. Manchmal bleibt auch eine Tablette auf dem Nachttisch liegen und wird später einfach von einer Schwesternhife unwissenderweise entsorgt oder landet im Bettzeug. Solche Unachtsamkeiten können bei Schmerzmitteln wie auch bei Psychopharmaka, Sedativa und Neuroleptika zu zeitweiliger Verwirrung und Müdigkeit führen. Da kann ich ein Liedchen von singen, alles mehrfach damals bei der Pflege meiner kranken Eltern und heute meiner dementen Tante erlebt, wenn sie mal stationär lagen. Da kann schon die geringste Dosisabweichung sehr unangenehme Auswirkungen haben.
Zur Strahlentherapie: Früher gab es den "Strahlenkater" - Müdigkeit, ausgelöst durch hohe Dosen, da ist aber beim MM nicht von auszugehen. Aber immer wieder klagen Patienten nach den Bestrahlungen von einer Müdigkeit und Abgeschlagenheit, vielleicht in Kombi mit all den Medikamenten kein Wunder!
Geh der Sache auf den Grund!
LG
Ma