Hallo Sula,
bitte entschuldige die späte Antwort, aber es waren heftige Wochen, denen dann ein kleiner Urlaub folgte. Ganz ganz lieben Dank für deine aufmunternde Mail, nimmt einem schon etwas die Angst und macht auf der Zuversicht-Seite ein großes Plus. Nach langem Recherchieren, und das ist bei Plasmazell-Leukämie nicht so einfach, hier verhält es sich nochmal anders, vor allem mit etlichen Chromosomenstörungen, man erwartet hier schon ein viel schnelleres und heftigeres Rezidiv. Nur wenige Kliniken haben hier genug Patienten, um genau dazu was zu sagen. Aber mehr als 2 Jahre wäre schon ein Glück, wenn die auch noch von einer heftigen GvHd begleitet werden, dann prosit, zumal, wie du, draußen sein, in der Natur sein, Sport machen (Joggen, lange Fahrradtouren), existenziell wichtig sind für sie. Es geht nur noch darum, darauf zu hoffen, einen 6er im Lotto zu haben und solange die Werte nach der Auto weiter sinken, haben wir die Allo weiter nach hinten verschoben, wenngleich nicht ungefährlich. Aber was immer man macht bei dieser Erkrankung, es kann nie falsch oder richtig sein. Wir bauen jetzt darauf, alle Kraft, vor allem in ein funktionierendes Immunsystem zu stecken, Sport zu machen, das Leben genießen, und wenn es schlimmer wird, reagieren, aber nicht jetzt schon wieder die Holzhammer-Methode, vielleicht tollkühn, aber das innere Gefühl muss stimmen, sonst macht es keinen Sinn.
Wünsche dir Sula alles alles Gute, dass es super super lange so hält.(PS: Welche Art von Myelom hast du, würde mich wirklich interessieren).
Danke und liebe Grüße
Andy