Hallo Ihr Lieben
In der Essenz seid ihr euch einig und ich schließe mich an, viele könnten die SZT ambulant machen. Ihnen fehlt nur die Information über die Möglichkeit.
Nehmen wir die Patienten auf klapprigen Beinen raus, der Ängstliche kommt nicht in Frage, Unbeholfene ebenfalls nicht. Die Liste will ich nicht komplett machen, man übersieht immer einen.
Rudi, die Entfernung bei Dir und auch die vielen Haustiere sprachen sicher dagegen.
Abifiz, auch bei Dir gibt es klare Punkte für die stationäre Entscheidung.
Joseph kann nur für sie ambulante SZT sein.
Nur ist genau das der Punkt, diese Entscheidung wird uns in der Regel abgenommen. Mir jedenfalls war diese Möglichkeit gar nicht gegeben. Gut, vor dreizehn Jahren traute man sich das vielleicht noch nicht. Vor zehn Jahren kam es bei allogener SZT wegen der Fremdspende nicht in Frage.
Vor den Transplantationen wird nach meinem Gefühl sowieso ein großes Gespenst aufgebaut. Das ist auch noch schwarz. Damit verbreiten die Schwarzmaler Angst und verringern damit ein gutes Gelingen. Und sie vertreiben die Idee, so was Gefährliches zu Hause machen zu wollen.
Aber, lasst es euch immer wieder von mir sagen, es war in meinem Fall ein Spaziergang. Scherzen, denken, schreiben und lesen war mein Tagesinhalt. Die Zeit verging im Flug. Es mussten nur zwei Tage dran gehängt werden, weil ich fünf Stockwerke auf und ab ging, um im dortigen Fitnessraum etwas Training für die Beine zu machen. Vor Dummheiten ist man nie geschützt und so bekam ich wegen Überlastung dicke Knie.
Hier betrachte ich die aktuellen Fälle die uns aus dem Forum bekannt werden. Bitte um Antreten zur Zellentnahme in ein Vierbettzimmer???
Genau deshalb waren am Ende meine beiden Autologen nicht wirksam. Die Zellen wurden unter 39,5 wegen unbehandelter Herpesinfektion gesammelt. „Na ja,“ meinte die entnehmende Ärztin mit Blick auf den weiträumigen Schorf im Gesicht; „Hauptsache kein Fieber!“ Sie scheinen dann unbrauchbar für eine SZT zu sein. Das bemerkte man jedoch erst nach der zweiten Transplantation.
Wo gibt es mehr gefährliche Keime als im KH?
Vorsicht mit dem Argument der strengen Hygieneregel. Die haben ihre Berechtigung und nehmen die Spitze vom Berg der Übertragung all der Winzlinge die uns bedrohen können. Mehr geht aber nicht. Wir müssen uns im Klaren darüber sein, dass der Mensch, wenn er denn erkrankt, oft genau diese Erreger in sich trägt und gern weiter gibt, die uns schließlich in die Knie zwingen können. Der liegt nun mal überwiegend im Krankenhäusern und Kliniken. Die Gesunden liegen am Strand. Da sollen wir aber wegen der Risiken nicht hin.
Eine Frage der Fahrtkosten war es für meine Kasse nie, ich fuhr außerhalb der stationären Aufenthalte ohne meine KK zu informieren.
Es sollte eine Empfehlung für uns geben, in der kritischen Zeit der SZT den Krankenhäusern und Klinken fern zu bleiben. Statt dessen lässt man uns oft Stunden im besonders kritischen Bereich der Wartezimmer hocken.
Dem gegenüber steht die Maus mit Kind. Natürlich hat sie intensiven Kontakt mit ihrem kleinen Mann. Da sehe ich auch keine Gefahr. Diese Nähe macht die Mutter glücklich. Eine zeitliche Trennung halte ich für gefährlich, weil es ihr dann schlecht ginge. Und traurige Patienten genesen schlechter. Eine Entlastung im Haushalt wäre angeraten, aber das ist eine andere Frage. Die kann in der Zeit der SZT sicher gelöst werden.
So schließe ich mich der Hoffnung von Caro an, es kann ja auch mal was Gutes aus Amerika kommen.
Liebe Grüße
Jürgen