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24 Juli 2013 22:52
  • miar
  • 0 Beiträge seit
    03 August 2026
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Mein herzliches Beileid.
Es war ein schlimmer Weg für euch, jeder wünscht sich diesen so nicht gehen zu müssen.
Viel Kraft wünsche ich dir, um alles bewältigen zu können.
Mitfühlende Grüße Maria



24 Juli 2013 16:20
  • abifiz
  • 0 Beiträge seit
    03 August 2026
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Lieber Gast,


es tut mir gut zu wissen, daß unsere Nähe und unsere Worte Dir bei der Begleitung Deiner Frau geholfen haben. Ihr Sterbeprozeß ist lange und schrecklich gewesen, wie ich Dir schrieb. Doch merkte ich auch an, wie viel auch an Fruchtbarem in dieser schrecklichen Zeit zu erspüren und beschützen sei: Behalte auch die schönen Augenblicke innerhalb dieser Tragödie in Erinnerung.

Ich hoffe, Du wirst Deine Trauer bewältigen.

Jederzeit kannst Du hier uns weiter anschreiben.


abifiz

24 Juli 2013 13:26
  • gast
  • Autor
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    03 August 2026
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gast schrieb: Meine Frau (damals 48 Jahre) wurde im Februar 2009 mit starken Rückenschmerzen in die Klinik eingeliefert.
Diagnose: Bandscheibenvorfall!
Bei weiteren Untersuchungen wurden Osteolysen am ganzen Körper festgestellt.
Daraufhin wurde meine Frau im April 2009 in der Tagesklinik der Uniklinik Münster vorstellig.
Nach mehreren Tests war die Diagnose gestellt: Multiples Myelom!
Sie wurde mit mehreren Zyklen Velcade behandelt. Das Ergebnis war sehr gut. Daraufhin wurde eine im August eine autologe Stammzellentransplantation (Uniklinik Münster) durchgeführt mit dem Ergebnis einer 100%igen Remission. Eine anschließende allogene TP lehnte meine Frau ab, da kurz vorher ihre Zimmergenossin bei der autologen TP an der allogenen TP (totale Abstoßreaktion) verstorben war.
Leider wurden nach zehn Monaten die Blutwerte wieder schlechter.
Daraufhin wurde mit Revlimid behandelt. Auch hier wurden die Blutwerte deutlich besser. Nach überzeugenden Arztgesprächen wurde nun doch eine allogene TP (Juni/Juli 2011) in der UKM durchgeführt. Leider wurden auch hier die Blutwerte nach acht Monaten wieder schlechter. Es wurde wieder Revlimid verabreicht. Zwischenzeitlich wurden immer wieder Bestrahlungen wegen auftretender Osteolysen durchgeführt. Wegen anhaltender Schmerzen wurde im Juli 2012 im rechten Oberschenkel eine große Osteolyse festgestellt. Es folgten vier Wochen UKM mit Bestrahlungen. Sie durfte sich nur noch im Rollstuhl fortbewegen. Im Oktober pasierte es trotzdem. Sie brach sich im Urlaub auf Norderney ihren rechten Oberschenkel. Es folgte eine Verlegung von der Klinik Norderney nach Aurich. Hier wurde der Bruch in einer OP mit zwei Nägeln fixiert. Nach einer Woche durfte sie schon wieder nach Hause.
Im Januar 2013 wieder Schmerzen im rechten Oberschenkel. Diagnose in der UKM: Ein Nagel war gebrochen. Nun folgte die nächste OP. Es wurde eine Prothese in den Oberschenkel eingesetzt. Nach drei Wochen ging es wieder nach Hause. Es folgten weitere ambulante Bestrahlungen. Vor Ostern traten wieder Schmerzen im Bereich des Steißbein auf. Am 01.04.2013 ging es wieder in die UKM. Nach neuerlichen Untersuchungen folgten eine OP am Steiß und an drei Brustwirbel. Nach einem Versuch sich am Bettgalgen aufrecht hinzusetzen brach das rechte Ellenbogengelenk. Auch hier wurde eine Prothese eingesetzt. Und immer wieder Bestrahlungen zwischendurch. Nach auftretenden Kopfschmerzen wurden frakturgefährdete Halswirbel erkannt. Es folgten neuerliche Bestrahlungen. Zwischenzeitlich ging es meiner Frau nur noch ganz Elendig und es wurde eine heimatnahe Verlegung nach Osnabrück durch die UKM veranlasst. Die weiteren Bestrahlungen wurden durchgeführt und meiner Frau geht es immer schlechter. Ohne Morphium geht nichts mehr. Nach Abschluss der Bestrahlungen wurde Sie nun auf eine Palliativstation verlegt.................................Seit 101 Tagen im Krankenbett! Was kann der Mensch noch Aushalten?


Ich möchte mich ganz, ganz herzlich für die vielen warmen Worte bedanken.
Am 16.07.2013 um 21:00 Uhr ist meine Frau nach monatelangen Höllenqualen eingeschlafen.

10 Juli 2013 22:31
  • Margret
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    03 August 2026
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Lieber Gast,

wir sind den gleichen Weg wir Ihr beide gegangen, mussten ihn gehen.

Mein Mann ist über 4 Jahre hinweg jeden Tag ein klein wenig gestorben. Ich kenne das Auf und Ab der Gefühle. Die Hoffnung, die Enttäuschung, das "stark sein müssen", wo man am liebsten vor Angst verzweifelt wäre. Das Myelom kann ein grausamer Feind sein und das Schicksal ist nicht fair zu uns. Dem Leid eines geliebten Menschen zusehen zu müssen, gehört zu den schwersten Aufgaben, die das Leben uns stellen kann.

Bei aller Trauer und dem in jeder Sekunde meines Lebens spürbaren Verlust zehre ich noch heute davon, dass ich da war, immer für ihn da war, bis er in meinen Armen eingeschlafen ist. Es war nichts mehr unerledigt, ungesagt, ungeklärt, ungefühlt. Meine Liebe zu ihm war so groß, dass ich ihn gehen lassen konnte, um ihn nicht noch länger in diesem unbrauchbar gewordenen Körper gefangen zu halten. Aus meiner Sicht das Größte, was ich je im Leben geleistet habe, das Größte, was wir Menschen am Ende eines Weges füreinander tun können. Und für den, der zurückbleibt, ist es ein Stückchen Trost, wo es eigentlich keinen Trost gibt.

Sorg dafür, dass Deine Frau eine sehr gute Schmerztherapie bekommt und bestens versorgt wird. Wenn das getan ist, sei einfach nur da. Erfülle ihr die kleinen Wünsche, die noch erfüllbar sind und bleib da, auch wenn du meinst,es nicht mehr aushalten zu können. Sei da. Lach mit ihr, wenn sie lachen will. Weine mit ihr, wenn sie weinen will. Sprich oder schweige - schau einfach, was ihr gut tut.

Und wenn die Zeit gekommen ist lass sie in aller Liebe los, lass sie frei, gib ihr Frieden.

Du bist nicht allein in dieser Situation. Ich denke mit tiefem Mitgefühl an Euch beide und wünsche Euch viel Kraft und liebevolle Begleitung

Margret

10 Juli 2013 21:33
  • christine
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    03 August 2026
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Auch ich habe mit Betroffenheit vom Verlauf deiner Frau gehört. Es ist immer wieder unglaublich, wie erbarmungslos das MM zuschlagen kann. Ich hoffe dass sie die nächste Zeit noch möglichst schmerzfrei verbringen kann. Noch lebt sie und wer weiss wie lange sie dem Schicksal noch ein Schnippchen schlagen kann. Ich wünsche Euch viel Kraft für die die nächsten Monate.
Liebe Grüsse aus Oslo

10 Juli 2013 19:30
  • soma
  • 0 Beiträge seit
    03 August 2026
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Lieber Gast,
ich habe deinen bericht mit betroffenheit gelesen. Mein Mann bekam im Oktober die Diagnose MM. Nach autologer Sz im Februar 2011 sah es im ersten Moment sehr gut aus und 2012 wurden die Werte immer mal schlechter dann diverse Behandlungen wie Velcade, Thalodomid und Bendamustin Ende 2012 war er so geschwächt von den Behandlungen und bekam sehr starke Schmerzen die mit Morphium dann auch behandelt wurden. Kurz vor weihnachten ist er dann an herzstillstand gestorben mit gerade 56 Jahren.
Er wollte leben und hat noch soviel vor gehabt aber die heimtückische krankheit hat es einfach nicht zugelassen. ich fühle mit Dir und wünsch Dir viel Kraft
Sonny