Hallo Dr.
selbst Professoren der Uni Heidelberg und Gründer des Hämatologischen/Onkologischen Transplantationszentrums kann Amyloidose erwischen. Wie der Fall des Prof. Hunstein.
Jetzt is die Frage bei deinem Vater, hat er primär multiples Myelom gehabt und ist die Amyloidose ein sekundärer Effekt des Myeloms oder sind beide Symthome parallel entstanden.
Wie hoch sind denn die freien Leichketten bei deinem Vater im Verlauf gewesen und wie hoch sind die aktuellen Werte. Denn nur die leichtketten im Serum sorgen dafür, daß sekundäre Amylidose Ablagerungen an bestimmten Organen stattfinden können. In diesem Fall wohl an der Herzwand, speziell wohl hintere Herzwand.
Diese ist ja in normalem Zustand ca. 12mm dick. Durch Amyloidose Ablagerungen kann die Herzwand auf 20 bis 30 mm Dicke anwachsen, was dann zu der Herzinsuffizienz führt.
Bei Prof. Hunstein (AL-Amyloidose) hat man erst klassisch auch Chemotherapie und ich meine auch eine autologe SZT versucht. Aber mit mäßigem bis keinem Erfolg.
Dann hat ein Kollege von der Berliner Charite Prof. Hunstein den Tipp gegeben es mal mit 2 Liter grünem Tee pro Tag zu versuchen. Und siehe da "Bingo", die Herzwand hat sich verschmälert und sein Zustand ist merklich besser geworden.
In Heidelberg wird jetzt sogar auf der Amyloidose Station und Myelom Station bei Patienten mit Amyloidose Effekten grüner Tee in das Behandlungschema mit einbezogen.
Bevor jetzt gleich einige hier im Forum strikt vor der Einnahme von grünem Tee wegen gleichzeitiger Einnahme von Velcade warnen, gebe ich diesen Hinweis jetzt gleich.
Bei einer aktuellen Vlecade Therapie keinen grünen Tee oder Grünteekapseln einnehmen. Aber Velcade hat ja eh nicht gewirkt ausser Nebenwirkungen.
Hier eine heiße Spur zum verfolgen:
www.klinikum.uni-heidelberg.de/ShowSingl...no_cache=1&tx_ttnews
[tt_news]=6648
LG
Rudi
(Myelom Patient seit 1999 und vorgestern im Alter von 60 Jahren mit dem MTB Pedelec eine 30km Gebirgstour am Pasubio gefahren)
www.youtube.com/watch?v=YIINe8yBEfA