Hallo,
ich habe mir neulich auch erst gedacht, was mache ich wenn das 1. Rezidiv an die Tür klopft. Lass ich es sofort rein und biete ihm einen Platz an oder lass ich es draußen stehen mit der Hoffnung, daß es nicht versucht durch ein offenes Fenster hintenrum einzusteigen.
Aus dem Bauchgefühl habe ich immer gedacht, wenn das Myelom vor der Erstlinientherapie gutmütig war und langsam über Jahre gestiegen ist, dann müsste man doch bei einem beginnenden Rezidiv eventuell auch nochmal 1, 2 oder 3 Jahre warten können bis man wieder dagegen vorgehen muss.
Ich habe neulich auch das gleiche wie Marion gedacht. Vor Jahren waren hier viele noch vor einer drohenden Therapie und haben sich recht oder schlecht mit smoldering Myelom beschäftigt und diskutiert wie man diesen Zustand wohl möglichst lange aufrecht erhalten kann.
Jetzt sind wir fast alle schon "Erstlinientherapiert" und haben schon mächtig "Pulver" verschossen und finden uns plötzlich auf einer ganz anderen Ebene des Myeloms mit "ernsthafteren" Gedanken als vor Jahren noch.
Die Frage, wann soll wieder nach Rezidiv therapiert werden schieben wir mal noch vor uns her und warten ab. Bei jedem von uns wird es wieder mehr oder weniger "individuell" ausfallen.
Christine und Marion, nehmt ihr eigentlich nach der Therapie euer Curcumin mit Piperin in der hohen Dosis von 8 Gramm oder wenigstens 4 Gramm pro Tag?
Das würde mich interessieren - könnte ja dann auch noch zum erreichen der verspäteten CR mit beigetragen haben.
LG
Rudi
Statt auf das Rezidiv zu warten machen wir es doch wie Lawrence Ferlinghetti und warten auf einige Sachen, die er in seinem Gedicht -
I am waiting - so schön beschrieben hat.
www.poetryfoundation.org/poem/171598