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joseph antwortete auf Bitte um Hilfe
26 März 2013 22:35
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Röschen schrieb:
Im Arztbericht des KH wurde von den dortigen Onkologen geschrieben, dass ein Rückfall der Krankheit abzusehen war, da nur 3 Zyklen gegeben wurden.


Hi Röschen

Mein herzliches Beileid an dich und deine ganze Familie

Ich habe mir dein obigen Satz mal angesehen und kann solch eine Aussage eigentlich nicht verstehen von diesem Onkologen, da Bortezomib doch Null Gewähr gibt, wirklich Null, dass es helfen kann, in meinen Augen ein total unnützer Satz.

Ich selber werde zur Zeit mit Bortezomib (Velcade) und Kortison behandelt, ich habe das Glück, dass Velcade bei mir die erwünschte Reaktion zeigt, bei 60% der Patienten ist dieses nur bedingt der Fall, bei der Hälfte dieser 60% gibt es keine bis sehr wenig Reaktion.

Deine Mutter war doch garnicht geheilt , also kann man doch nicht von Rückfall sprechen oder schreiben, schon garnicht mit der Andeutung, wärens vielleicht 4 Zyklen ................

Deine Mutter hat vielleicht keine Reaktion auf Velcade/Dex gezeigt, und die Ärztin hat deiner Mutter die Qualen und das Unwohlsein der Chemo einfach nur ersparen wollen und Ihr somit Zyklus N° 4 erspart.

Deinen Schmerz kann ich nachvollziehen, denke aber, deiner Mutter wurde Gutes getan in dem man Sie von den höllen Therapien befreite, irgendwann sollte man auch dazu stehen :wink:

MFG

Joseph

christine antwortete auf Bitte um Hilfe
26 März 2013 22:34
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Ich kann als Laie aus der Ferne nur spekulieren:

Ich kenne ja nun nicht die Details der Therapie, meist wirkt aber Velcade recht schnell (wenn es denn wirkt) und man kämpft dann mit den letzten "Metern" (Zyklen) um weitere Verbesserungen.
Hier in Norwegen werden nur 3 Zyklen gegeben, um sich für eine Stammzellentransplantation vorzubereiten, in D sind es meines Wissens 4 Zyklen. Falls keine Transplantation vorgesehen ist, was bei dem Alter deiner Mutter wahrscheinlich ist, sind oft bis zu 6 Zyklen "normal" bzw. man wartet, bis man ein Plateau erreicht hat und macht vielleicht noch ein, zwei Zyklen danach um zu stabilisieren. (Velcade ist übrigens auch die richtige Therapie wegen den Nierenschäden.)

Wenn ich die Daten richtig verstehe, hat deine Mutter ab Oktober bis Januar therapiert - falls es geholfen hat, ist es meiner Meinung eher unwahrscheinlich, dass sie dann 1 Monat später an einem Rückfall gestorben ist. Das müsste also andere Ursachen als das vorzeitige Therapieende nach 3 erfolgreichen Zyklen haben. Falls Velcade nicht angeschlagen hat, was durchaus sein kann, wäre ein aggressiver Verlauf in dem von Dir Dir beschriebenen Zeitraum wohl vorstellbar, besonders im Hinblick auf das Alter Deiner Mutter.

Wie gesagt, würde ich mich genau über die Werte informieren und diese mit dem behandelten Arzt - oder auch einem neutralen Arzt besprechen.

Ich kann mir gut vorstellen, wie wichtig es ist, zu begreifen warum deine Mutter so schnell gestorben ist und ich würde da auch nicht nachgeben bevor du es weisst.

Liebe Grüsse



Röschen antwortete auf Bitte um Hilfe
26 März 2013 21:27
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Hallo JürgenK,
vielen Dank für deine lieben Worte.
Ich weiß, dass eigentlich jede Hilfe für meine Mutter zu spät kommt und dass sie ja ein gutes Alter erreicht hat, doch der Tod kommt nie zur rechten Zeit.
Viele, die hier in diesem Forum schreiben sind viel jünger und das ist wirklich schrecklich.Es ist gut, dass es so eine Plattform gibt, auf der ihr euch austauschen und Mut machen könnt.
Ich bin auf der Suche gewesen nach Erfahrungen mit der Therapie, um das, was ich mit meiner Mutter erlebt habe, besser verstehen zu können.
LG
Röschen

Röschen antwortete auf Bitte um Hilfe
26 März 2013 21:13
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Hallo Christine,
die Therapie wurde nicht abgebrochen, weil sie nicht angeschlagen hat. Die Therapie verlief gut, hat gut angeschlagen und bis auf Rückenschmerzen hatte meine Mutter keine Beschwerden. Wie gesagt, es waren ja 4 Zyklen geplant und es gab keinen Grund, die Therapie zu beenden. Ich war auch immer bei allen Sprechstunden mit dabei, nur leider bei dem nicht, als diese Entscheidung fiel.
Ich habe mir den Arztbericht, der an die Hausärztin gerichtet war sowie alle Laborwerte geben lassen. Ich fand keine Begründung dafür und die Laborwerte waren auch sehr unvollständig bzw. nicht aussagekräftig.
Weißt du, wie lange so eine Therapie sonst durchgeführt wird?
LG
Röschen

christine antwortete auf Bitte um Hilfe
26 März 2013 17:05
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Ich könnte sein, dass man die Therapie abgebrochen hat, weil die Medikamente nicht angeschlagen haben oder aber so starke Nebenwirkungen erzeugt haben, dass man abbrechen musste.

Ich würde nachfragen und mir das Journal aushändigen lassen. Da stehen alle Werte und Ergebnisse drin.




jürgenk antwortete auf Bitte um Hilfe
26 März 2013 15:41
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    25 August 2011
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Hallo Röschen
Hier bin ich jedenfalls mit meinem holprigen Latein über das Myelom am Ende. Eure Trauer und Fassungslosigkeit kann ich wohl spüren, nur bin ich nicht im Stande Euren Verlust zu mindern.
Wir versuchen hier im Forum unsere Erfahrungen mit der Krankheit in Warnungen zu fassen, um drohendes Ungemach rechtzeitig erkennen und abwenden zu können.
Aus der Distanz ist der Verlauf nicht verständlich, die behandelnde Ärztin wird ihr Verhalten begründen können. Ob sich darin Fehler befinden? Möglicherweise, aber diese Erkenntnis wäre wohl auch keine Linderung für Eure Trauer.
So bleibt mir nur, Euch Kraft für die Überwindung zu wünschen.
Liebe Grüße
Jürgen