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christine antwortete auf Frage zur Blutverdünnung bei Thalidomid
04 Dez. 2012 12:44
  • christine
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Das ist ja interessant Gisela - danke8)

GiselaKöenig antwortete auf Frage zur Blutverdünnung bei Thalidomid
04 Dez. 2012 12:31
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    26 Oktober 2009
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Hallo,

auch ich erwarte von einem Arzt generell eine qualifiziertere Aussage, als das was der befreundete Arzt von sich gegeben hat!

Wichtig ist darauf zu achten, was man bewirken möchte oder eben nicht bewirken möchte. Wenn es um venöse Thromboseprophylaxe geht hilft kein Asperin oder ASS (Thrombozytenaggregations-hemmer, der die Gerinnung der Thrombozyten hemmt), da muß man niedermolekulares Heparin einsetzen. Bei den oft verabreichten Chemos kann eine Nebenwirkung die venöse Thrombosegefahr sein, die dann zur Lungenembolie und im schlimmsten Fall zum Tod führt.
ASS und Asperin nimmt man als Prophylaxe bei der Gefahr der arteriellen Thrombenbildung, die dann zum Herzinfarkt oder Schlaganfall führen können. Wie so oft zwei paar Schuhe. Aber auch bei beiden Gafahren muß immer die Wirksamkeit und Blutungsgefahr sowie die Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.
Ich würde in solchen Fällen dann doch lieber auf das Urteil des behandelden Arztes, in diesem Fall dem Onkologen hören und vertrauen.
An dieser Stelle paßt auch der Aberglaube das viele Personen
meinen bei längerer Autofahrt oder bei langen Flugreisen würde ASS oder Asperin helfen, tut es aber nicht, denn auch da kommt es wenn zu einem venösen Thrombus und dadurch verursachte Lungenembolie und selten zu einem Herzinfarkt, der wie schon oben gesagt,durch einen arteriellen Verschluss zu stande kommt.
Oft hilft aber schon viel trinken, Beine bewegen und evtl. Thrombosestrümpfe tragen.

Viele Grüße

Gisela

02 Dez. 2012 18:46
  • Beatrice
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    02 August 2026
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Hallo Pat,
Aus Erfahrung mit Beidem, Lovenox bzw. Clexane und Coumarine, einem oralen Anticoagulans, muss ich sagen, dass ich die abendliche Spritze bei weitem vorziehe.
Das Problem bei der oral. Tabletteneinnahme ist die Einstellung des INR ( Gerinnungsfaktor). Er ist bei gleicher Dosis des Gerinnungshemmers nicht notwendigerweise konstant, sondern kann sich infolge nicht immer vorhersehbarer Einflüsse ( z.B. Medikamentenänderung bei Therapiepause ) ändern. Deshalb muss man die INR Werte regelmässig 2 Mal pro Woche im Labor messen lassen um eine Dosisanpassung vornehmen zu können. Dies ist natürlich bei einer Chemo noch eine zusätzliche Belastung, ganz zu schweigen von den zerstochenen Venen....
ASS , wie mein Mann es z.B. Nach seinem Herzinfarkt nimmt, war für mich keine wirkliche Alternative, da mein Magen trotz Magenschoner durch die Therapie schon ziemlich mitgenommen war.
Ich drück dir die Daumen, dass Revlimid schnellen Erfolg bringt,
Gruss aus Paris, Beatrice

01 Dez. 2012 00:27
  • rudi
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    23 Oktober 2009
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Die Aussage dieser befreundeten Ärztin kann ich auch nicht nachvollziehen.
Lovenox ist ja nur ein spezieller Handelsname einer Firma.
Es geht hier um niedermolekulares Heparin und das wird bei fast allen Krankenhauspatienten jeden Abend den Patienten in den Bauch gespritzt. Ist also Standard in der Thromboseprophylaxe in Kliniken.

Bei der DSMM XII Studie z.B. wird während der 4 RAD Zyklen bei denen ja Revlimid drin ist eine tägliche Bachspritze mit niedermolekularem Heparin über den Zeitraum von 5 Monaten gefordert und die Myelom Patienten die an der Studie teilnehmen müssen sich verpfichten diese tägliche Spritze mit niedermolekularem Heparin zu geben.
Diese Spritzen für subkutane Verabreichung in die Bauchhaut gibt es mit verschiedenen Handelsnamen von einigen Pharmafirmen.
Ein Name ist eben Lovenox. Mir wurde Clexane verschrieben (Clexane 40mg).

Mehr Infos dazu hier:
de.wikipedia.org/wiki/Enoxaparin-Natrium

Wenn man Clexane oder Lovenox von den Ärzten verschrieben bekommt, dann kann man eigentlich froh sein, weil dann nicht gespart wird und nur ASS 100 zur Thromboseprophylaxe verschrieben wird.

Wichtig ist - während man diese Spritzen mit Clexane oder Lovenox (u.s.w.) nimmt sollte man nicht noch andere blutverdünnende Medikamente oder Naturmittel nehmen (zumindest nicht in größeren Mengen). Das sind z.B. Aspirin Tabletten oder auch ASS 100, andere orale Blutverdünner wie Makumar, und einige Naturmittel, die eventuell blutverdünnende Wirkung haben.

Einfaches Beispiel:
Man spritzt täglich während der Revlimid oder Thalidomid Therapie Clexane oder Lovenox und bekommt plötzlich ganz starke Kopfschmerzen. In diesem Fall sollte man jetzt nicht etliche Pillen Aspirin an diesem Tag nehmen ohne mit dem Arzt Rücksprache zu halten.


Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

Jeanny150765 antwortete auf Frage zur Blutverdünnung bei Thalidomid
30 Nov. 2012 23:17
  • Jeanny150765
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    17 Juni 2010
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Hallo Margret,

so ein "Gefühl" hatte ich auch beim lesen mit der befreundeten Medizinerin.Es ist nicht schön,wenn man so durcheinander gebracht wird.Eigentlich sollte man seinem Arzt vertrauen.Schwierig....

LG
Jeanny

30 Nov. 2012 23:10
  • Margret
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Hmmm... von einem Arzt erwarte ich generell eine qualifiziertere Aussage als ein wurschtiges "ist Dreck, wirkt schlecht" - vor allem, wenn es sich um eine Freundin der Familie handelt, der die Erkrankung Deiner Mutter bekannt ist. Bei der Qualität der Aussage habe ich ein starkes "Störempfinden".

Natürlich ist auch Lovenox kein Kamillentee - hier Warnhinweise:
blood.emedtv.com/lovenox/lovenox-warnings-and-precautions.html

Bitte auch auf Allergien (Produkte aus Schwein) achten.

Vermutlich wirst du auch für andere Gerinnungshemmer ähnlihe Warnhinweise finden.

Was schlägt die befreundete Ärztin denn alternativ mit welcher Begründung vor? Hat sie auf entsprechende Studien verwiesen? Worauf begründet sich ihre Meinung?