Hallo Anke,
ich denke eine Psychoonkologische Betreuung wäre für Deinen Vater sicher wichtig.
Ich weiß zwar nicht,was für eine Rücken OP bei Deinem Vater geplant ist,kann Dir aber kurz von meiner berichten,vielleicht ist es ja etwas Ähnliches.
Mein 11. Brustwirbelkörper war komplett zertrümmert.
In einer ersten Sitzung wurde er mit Zement aufgefüllt ( mit einer Kanüle in den Wirbelkörper gespritzt ),damit die einzelnen Knochensplitter miteinander verschmelzen ( = Vertebroplastie).
Das wurde unter CT-Überwachung durchgeführt und war überhaupt nicht schmerzhaft.
Am Tag danach hatte ich dann die Spondylodese-OP.
Dabei wurden die beiden Wirbel über und die beiden unter dem gebrochenen Wirbelkörper mit 20 cm langen Titanstäben und 10 Schrauben miteinander versteift. Also der 9. Brustwirbel bis zum 1. Lendenwirbel.
Das hört sich natürlich ganz schrecklich an,war aber gar nicht so schlimm.
Am nächsten Tag wurde ich schon mobilisiert und bekam ein Korsett angepasst.
6 Monate lang durfte ich nur mit diesem Korsett aufstehen,das ließ sich aber alles ganz gut bewerkstelligen.
Ich konnte gut damit laufen und sogar Fahrradfahren.
Die OP ist jetzt genau 3 Jahre her und ich bin in diesem Bereich absolut schmerzfrei und auch von der Beweglichkeit nicht eingeschränkt.
Ich bin sicher,dass Deinem Vater eine Operation auch helfen wird.
Wir können froh sein,dass es diese Operationen heute gibt.
Ich wünsche Deinem Vater,dass es bei ihm auch so gut läuft,wie bei mir.
Liebe Grüße,
Leni