Hallo Margret,
sicherlich darf man die juristische Seite nicht einfach ausblenden. Aber da gibt es für die Ärzteschaft genügend Möglichkeit sich abzusichern. Ein großes Problem wird allerdings sein, den "normalen"Patienten auf Augenhöhe des Arztes zu bekommen, was meiner Meinung nach nicht geht. Nicht um sonst gibt es ein Medizinstudium und anschließend die Facharztausbildung. Damit alleine ist es aber dann auch noch nicht getan, dazu muß noch eine ganze Menge Erfahrung gesammelt werden. Man kann heute ja schon vieles im Internet nachlesen aber damit allein ist es ja nicht getan. Aber es gibt ja auch noch die Möglichkeit dem Spezialisten bis zu einem gewissen Grad zu Vertrauen. Ich selbst bin zwar auch in der Medizin tätig, habe dadurch den ein oder anderen Vorteil, aber ich würde mir nie anmaßen, zu denken, ich kenne mich mit der kompletten Thematik MM aus. Ich streite auch gar nicht ab, dass man sicherlich auch ein bißchen Glück haben muß um an den richtigen Arzt zu gelangen, aber es ist machbar. Mittlerweile halte ich es mit der Auswahl meiner Ärzte so wie mit einem guten Bäcker oder Metzger, o.k. Der Vergleich ist evtl. nicht ganz korrekt, aber da muß man sich auch die Mühe machen, sich das passende auszusuchen, oder wenn es nicht paßt zu wechseln. Und nochmal auf das Risiko zurück zu kommen, das haben wir Patienten doch heute auch. Vor jeder Therapie erfolgt eine Aufklärung mal gut oder schlecht und dann folgt die Unterschrift,ohne die läuft gar nichts. Wenn ich überlege, was ich vor der Therapie habe alles unterschreiben müssen!? Ohne ein gewisses Risiko einzugehen kann keine Therapie durchgeführt werden. Egal ob bei Tumorerkrankungen oder allen anderen Erkrankungen. Und ohne Vertrauen zu dem behandelnden Arzt geht es auch nicht. Bis jetzt bin ich mit der Einstellung weit gekommen und hoffe dass es noch eine Weile gut geht.
Viele Grüße
Gisela