Hallo Nina,
die autologe Stammzellentransplantation ist heute Standardtherapie für MM Kranke, deren Krankheit therapiert werden muss und die - wie Rudi schon schreibt- noch nicht zu alt dafür sind. Hat also nichts damit zu tun, dass bei deinem Vater die Krankheit besonders schlimm ist. Wenn ich alles richtig verstanden habe, und ich glaube schon, ist die autologe Stammzellentransplantation nicht die eigentliche Therapie, sondern die Hochdosis Chemo davor. Da wird mit extrem hoch dosierter Chemo das Knochenmark nahezu abgetötet - und so viele wie mögliche Myleomzellen dazu. Nur würde es ohne die Rückgabe der eigenen Stammzellen möglicherweise zum Tode führen, da durch die Hochdosischemo die Immunabwehr nahe Null ist. Die einleitende Chemo vor der Hochdosis macht man, um die Tumorlast - sprich die Myelomzellen - schon mal so weit zu drücken wie möglich, um dann bei der Hochdosis die Myelomzellen fast auszurotten -ganz geht wohl leider noch nicht.
Diese Therapie haben wohl die meisten hier im Forum mit aktiver Krankheit schon gemacht - da muss man halt mal durch. Danach - für viele eine lange Zeit ohne Krankheitszeichen.
Und mit der Aktivität des Krebses - beim Myelom gibt es immer Zeiten wo es mehr aktiv ist oder nicht. Wenn es aktiv wird, muss man therapieren - wenn nicht, nur kontrollieren.
LG Caro