Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "Margret Winkler" am 16. August 2009 um 16:54 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "Kerstin" geschrieben am 14. August 2009 um 16:54 Uhr.
Liebe Kerstin,
wie schwierig ist ist, dir eine wirklich gute Antwort zu geben, siehst du an dem breiten Spektrum der bisherigen Beiträge.
Ich habe nach deinen Einträgen den Eindruck, dass "zunächst abwarten und parallel im Alternativ- oder Komplementärbereich was suchen" nicht (mehr?) passend für dich ist. Wie du schreibst, hast du anhaltend Schmerzen in div. Knochen und vor allem ein andauerndes Schwächegefühl - beides deutet auf ein aktives Myelom hin.
Lass die Knochenschäden analysieren. Ggfs. hilft dir eine Strahlentherapie. Das MM spricht in der Regel schon auf geringe Bestrahlungseinheiten sehr gut an, was die Nebenwirkungen und Langzeitfolgen erheblich vermindert. Sollten schon deutliche Knochenschäden da sein, lass es nicht einfach drauf ankommen. Ein Spontanbruch ist nicht lustig...
Dann lass das Blutbild gründlich analysieren und berate mit deinen Hämatologen, was "seitwärts von Chemos/HD/SZT" getan werden kann. Ich bin zwar aufgrund unserer Erfahrungen ein Verfechter der oft gescholtenen Schulmedizin, aber wie schnell und unüberlegt von den Ärzten oftmals "Da machen wir bei ihnen unser Standard-Programm" vorgeschlagen wird, überrascht mich schon - besonders bei noch so jungen Patienten.
Vielleicht schaffst du es, durch die schmale Lücke (Motto: So viel Behandlung wie nötig, so wenig wie eben möglich.) zu schlüpfen und dir die schweren Geschütze noch eine gute Weile aufzuheben. Natürlich auch verbunden mit der durchaus begründeten Hoffnung auf weitere Fortschritte in der Forschung.
Alles Liebe und gedrückte Daumen,
Margret Winkler