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  • rudi
  • Offline
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
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Hallo Claudia,
ich selbst habe ja auch die DSMM XII Studie gemacht und ich habe meine 12 monatige Revlimid Erhaltung im Mai abgeschlossen.

In dieser Erhaltung nimmt man ja nur 10mg Revlimid täglich, allerdings ohne Pause jeden Tag. Und man nimmt es ohne Dexa.

In den Studien, in denen festgestellt wurde, daß ca. 7-8 % der Teilnehmer Zweitmalignome entwickelt haben wurde eine Erhaltung mit 25mg Revlimid und meist noch mit Dexa gemacht. Und auch über längere Zeiträume als nur 12 Monate.

Revlimid in Kombination mit Melphalan scheint ein leicht erhöhtes Risiko zu sein.
Eine Studie ermittelte:
Nur Melphalan macht ca. 3 % Zweitmalignome und Melphalan mit Revlimid macht ca. 7 % Zweitmalignome bei allen Patienten. Die Zweitmalignome traten oft innerhalb von 2-3 Jahren nach der Therapie auf.

Aber ein MM Rezidiv kommt statistisch auch schon 2-3 Jahre nach Therapie.
So hat man es Euch wohl klarmachen wollen.


Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

  • lmc
  • Autor
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    02 August 2026
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Ein lieben Gruß an alle,
Wie versprochen melde ich mich mit ein wenig Verspätung, sorrry.
Am Dienstag hatten wir den Termin in der Studienambulanz.
Man hat uns die Sache so erklärt, das nicht das Medikament zurückgezogen wurde sondern nur die Freigabe wegen den Nebenwirkungen.
Man hat uns aber auch gesagt das bevor ein
Zweitmalignom als Nebenwirkung ausgelöst wird eher die Krankheit zurück kehrt.
Für uns stellt sich eigentlich keine Frage was tun?
Da wir nicht wirklich eine Große Wahl haben, machen wir einfach wie geplant mit Revlimid (Lenalidomid) weiter und hoffen auf das BESTE.
vielen Dank für die vielen Antworten und hoffe euch ein wenig weiter geholfen zu haben.
Liebe Grüße Claudia

  • jürgenk
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    25 August 2011
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Hallo zusammen

Ohne Medikament keine Daten, sagt ihr. Also weiter so sag ich mir.
Sergio, für Dich sehe ich noch eine prima Ausgangssituation. Die Mischung aus verschiedenen Wirkstoffen so wie Du sie bekommst wird überwiegend als sehr vielversprechend erwähnt. Bei besserer Wirkungsamkeit reduzieren sich angeblich die Nebenwirkungen.
Gisela, Du bist nun fünf Jahre in CR und damit in beneidenswerter Position. Achte auf Dich und Du brauchst hoffentlich nie diese Chemie.
Monika und Claudia, fürchtet nicht die Medizin, der Tumor ist der eigentliche Feind. Und ohne das Gift (Risiko), sagt Rudi, sähe es noch schlechter aus.
Die Frage nach der Bezugsmöglichkeit bestimmter Mittel stellte sich häufiger im Forum, eine Antwort lässt sich aus Lisas informativer Zusammenfassung auf viele dieser Fälle übertragen.
Wie es richtig ist, weiß man bekanntlich erst in ferner Zukunft. Ich manch mich schon mal auf den Weg.
Allen einen schönen Start in die Woche

Jürgen

09 Juli 2012 10:59
  • lisa_kotschi
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    27 Oktober 2009
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Hallo in die Runde

vielleicht kann ich ein wenig dazu beitragen, wann und wie Revlimid weiterhin gegeben werden kann und wann nicht.

Revlimid ist derzeit in Europa zugelassen für die Behandlung nach einem Rezidiv sowohl in klinischen Studien als auch in sog. „Compassionate Use Programmes“. Unter „Compassionate Use“ versteht man „den Einsatz (noch) nicht zugelassener Arzneimittel an Patienten in besonders schweren Krankheitsfällen, die mit zugelassenen Arzneimittel nicht zufriedenstellend behandelt werden können. In der deutschen Sprache wird das auch als „individueller Heilversuch“ bezeichnet (vgl. de.wikipedia.org/wiki/Compassionate_Use )

Das heißt, niemand, der/die bisher in den o.g. Fällen - also in Studien oder im individuellen Heilversuch - behandelt wird, muss auf Revlimid verzichten, wenn ärztlich indiziert.

Mehr dazu findet ihr auch auf der (englisch sprachigen) Homepage der EMA unter www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pag...d=WC0b01ac058001d128


Diesen Anwendungsfällen gegenüber hatte Celgene bei EMA, der europäischen Arzneimittelbehörde, eine generelle Marktzulassung als Erstlinientherapie und als Erhaltungstherapie, d.h. über die o.g. Anwendung hinaus, beantragt und diese nun zurückgezogen. Eine Marktzulassung bedeutet, dass ein Medikament generell für definierte Erkrankungen verschrieben werden kann und z.B. in Apotheken erhältlich ist (vgl. auch de.wikipedia.org/wiki/Arzneimittelzulassung )

Die Erhaltungstherapie bedeutet gegenüber einer Konsolidierungstherapie, dass ein Arzneimittel nicht nur für wenige Wochen/Monate gegeben wird, um z.B. die Ergebnisse einer Hochdosistherapie mit autologer Stammzelltransplantation noch zu verbessern (Konsolidierung), sondern fortlaufend eingenommen wird (Erhaltung) vgl. auch flexikon.doccheck.com/de/Erhaltungstherapie

Alles in allem: ärztliche Verordnung vorausgesetzt, muss nach meinem Verständnis niemand auf die bisherige Behandlung mit Revlimid verzichten. Welcher „Fall“ für euch zum Tragen kommt, müsst ihr mit eurem behandelnden Arzt klären. Ich bin sicher, dass es eine jeweilige Lösung gibt.

Lisa

  • joseph
  • 0 Beiträge seit
    02 August 2026
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Die amerikanische Celgene Corp. hat einen Rückschlag bei der Ausweitung der Anwendungen seines wichtigsten Medikaments Revlimid erlitten.

Celgene will erst dann einen neuen Zulassungsantrag stellen, wenn ausreichend klinische Daten vorliegen, die die positiven Wirkungen des Medikaments unterstreichen.

www.finanzen.net/nachricht/aktien/Celgen...rueckgezogen-1923014

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So wie das aussieht, läuft alles zu den alten Bedingungen weiter, also klinische Daten gibts nur mit verteilen der Medis :wink:

Liebe Grüsse

Joseph

  • sergio
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  • 479 Beiträge seit
    27 Oktober 2009
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hallo,
ich bin ja jetzt im 1. Zyklus Erhaltung oder Konsolidierung nach allo, mit VCD+R mit 5 mg, mir hat aber keiner der Aerzte von diesem evtl. Ausschluss gesprochen. Es geht ja mehr um die Erstlinientherapie. Also persoenlich weiss ich nicht was am Ende risikoreicher sein wird, 3 mal die HD und andere Chemos oder die Erhaltung mit Revlimid, viele von uns "spielen" eh auf einem anderen Niveau,

Sergio