Sicher gibt es hier Für und Wider, ich würde dir bei medizinischer Notwendigkeit aber dazu raten. Das kann dir aber am besten Dein Onkologe sagen. Hilfreich vor allen ein Ganzkörper-CT, am besten auch in Verlaufsform (1x im Jahr). Bei Osteolysen sollte man die Option prüfen.
Leider sind auch hier sehr unterschiedliche Ausprägungen verbreitet. Leider geht auch nicht immer ein Zurückdrängen des MM mit einer Besserung der Osteolysen einher.
Ich habe mich vor 1 Jahr für Bisphosphonate entschieden. Die Knochen sind ein sehr wichtiger Aspekt, gerade für die Lebensqualität. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass eventuelle Schäden sehr schwer oder gar nicht mehr in den Griff zu bekommen sind, d.h. man sollte frühzeitig mit BP anfangen, ggf. auch als eine Art Prophylaxe. Sicher gibt es auch die viel beschriebenen Nebenwirkungen, u.a. die Gefahr einer Kiefernekrose. Aber mit dem Wissen, mit der Vorsicht und gründlicher Aufklärung sollten die Gefahren minimiert werden.
Knochenschmerzen und Ängste sind leider auch sehr oft psychisch bedingt. Ich spreche mich da nicht frei. Obwohl mein letztes CT regrediente Osteolysen gezeigt hat, habe ich in den letzten Tagen Schmerzen im Beckenbereich (Gesäß) beim sitzen, liegen und aufstehen. Eigentlich sollte da nichts sein, aber auf der anderen Seite hatte ich mir gesagt, mein Becken sah zu Therapiebeginn wie ein Käse (Osteolysen bis zu 7 cm) aus. Nun habe ich mir wieder Gedanken gemacht, ob da wieder Bewegung drinnen ist (das letzte CT ist 3 monate her). Ist also immer so ein Auf und Ab.
Ich nehme weiterhin 1x im Monat Zometa und werde das wohl erst mal 2 Jahre durchnehmen und dann mit meinem Onkologen neu entscheiden. Bereut habe ich es nicht und würde auch Anderen (gerade in jungen Jahren) dazu raten. Vorsorge ist meist besser als Nachsorge.
Grüße, Marcus