Ich habe diese Woche meine 12 monatige Revlimid Erhaltungstherapie im Rahmen der DSMM XII Studie abgeschlossen. Die Werte einer vgPR haben sich durch die Erhaltung nicht signifikant verbessert aber außer einem restlichen kleinen M-Gradienten sind alle Werte in der Norm. Eine gewisse Festigung der Ergebnisse kann die Erhaltung schon bringen.
Mein Ganzkörper CT habe ich mir von dieser Woche auf CD aushändigen lassen und von den CTs von Mai 2010 und September 2010 und Mai 2011 habe ich mir auch eine CD aushändigen lassen.
Ich habe heute mal grob die CT Bilder verglichen und konnte erkennen, daß sämtliche Osteolysen noch zu sehen sind wie am Anfang der Therapie. Ich kann keinen Progress an den Knochen erkennen.
Mal abwarten was der Bericht aus Würzburg dann in paar Wochen aussagt. Auch der Myelomzellen-Anteil im Knochenmark wird in paar Wochen feststehen.
Jetzt wird sich zeigen wie sich die Werte bei den nächsten Kontrollterminen in 3 , 6 .... u.s.w. Monaten zeigen.
Es besteht ja ein "Restverdacht", daß nach Absetzung von Erhaltungstherapien die Tumorzellen danach um so schneller wieder zurückkommen und dann das Gesamtüberleben trotz Erhaltungstherapie nicht länger ist als ohne Erhaltungstherapie.
So war es z.B. bei Thalidomid-Erhaltungen.
Und auch beim Bericht über AVASTIN neulich wurde der Verdacht geäussert.
Wenn nach autologer SZT eine CR vorliegt, dann fragt man sich nach dem Sinn der Erhaltung eher als wenn nur eine vgPR oder PR vorliegt. Bei vgPR und PR ist es einen Versuch Wert zu versuchen dadurch noch eine CR zu erreichen. Bei einigen hat es schon geklappt.
Ob eine CR oder sCR durch die Erhaltung in eine molekulare Remission gebracht werden kann ist eher unwahrscheinlich und wäre schon ein Sonderfall.
Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.
rudiversal.wordpress.com