Hallo,
noch ein kurzer Nachtrag von mir:
Im Bereich Literatur gibt es ein pdf zu dem Thema und über die Suchfunktion im Forum solltest du auch einiges finden.
z.B. hier:
www.myelom.org/patientenforum.html?tx_mmforum_pi1
[action]=list_post&tx_mmforum_pi1[tid]=999
Grundsätzlich habe ich die Aussagen von den Ärzten so verstanden, dass Neuros aufgrund von Velcade sich oftmals mit der Zeit zurückbilden, die Neuros durch Thalidomid tendenziell nicht.
Das ist in meinen Augen auch oftmals einer der Gründe, warum einige Patienten direkt das Thalidomid überspringen und auf Revlimid gehen. Ich meine mich auch an eine Studie zu erinnern, dass Patienten die auf Thalidomid nicht mehr ansprechen schlechter auf Revlimid ansprechen, als Patienten die noch nicht (oder nicht so stark) mit Thalidomid behandelt wurden. Das scheint auch logisch, weil Thalidomid und Revlimid "verwandt" sind.
Frage ist natürlich wo ist in Summe das beste Ergebnise?!
Erst Thalidomid und dann Revlimid oder direkt Revlimid. Durch das Aufkommen von Pomalidomid wird es noch schwerer. Sollte man versuchen direkt auf Pomalidomid zu gehen oder erst Thalidomid, dann Revlimid, dann Pomalidomid?!
Nehmen wir an, die Gesamtwirkung wäre gleich sollte man vielleicht direkt versuchen auf Pomalidomid zu gehen (was wg. der Nicht-Zulassung noch nicht möglich ist), weil die Nebenwirkungen von Pomalidomid ggf geringer sind als bei Revlimid und diese wiederum geringer sind als bei Thalidomid.
Alles recht komplex und mit vielen Fragezeichen. Mein Vater nimmt aktuell Revlimid ohne vorher schon Thalidomid genommen zu haben. Er hatte unter Velcade Neuros bekommen und wir hatten Sorge, dass diese unter Thalidomid direkt wieder auftauchen würden. Ich meine auch, dass bei Revlimid weniger Dexa verabreicht wird, was sicherlich auch nicht schlecht ist.
vlg