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lisa_kotschi antwortete auf Beistand bei allogener Transplantation ?
28 Nov. 2010 15:27
  • lisa_kotschi
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    27 Oktober 2009
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Lieber Harry,

als mein Mann allogen in Regensburg transplantiert wurde, hatte ich als Berufstätige das Glück, dass "meine" Firma auch vor Ort eine Niederlasssung hatte und mir dort einen online-Arbeitsplatz zur Verfügung stellte. Ich war also vier Tage in Regensburg, und drei Tage in München, unserem Wohnort.

Untergebracht war ich in einer Angehörigenwohnung der Ostbayerischen Leukämiehilfe, ausgerüstet u.a. mit Waschmaschine und einem Trockner (mein Mann musste die Kleidung täglich (!) wechseln). Ich war immer nur spät nachmittags bei ihm, und je nachdem, wie es ihm ging einfach nur ganz kurz.

Ich habe also keinen Urlaub nehmen müssen und war trotzdem viel vor Ort. Im übrigen blieb mein Mann mit allen persönlichen Freunden und Mitpatienten in der APMM via email und Telefon in Kontakt.

Ich glaube, wir waren kein typisches Beispiel. Aber manchmal können berufstätige Angehörige mit ihren Arbeitgebern doch manch Positives vereinbaren. Auch kostenmäßig blieb alles durch die extrem günstige Unterkunft "beherrschbar".

Ich denke, lieber Harry, sprich offen mit Deiner Frau und findet einen Weg, der euch beiden gut tut.

Alles Gute
Lisa


28 Nov. 2010 10:23
  • rudi
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    23 Oktober 2009
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Harry hat ja bewußt "Beistand" und nicht nur Besuch geschrieben.
Und ich finde Beistand hat bei mir sehr viel dieses APMM Forum gebracht mit all seinen aktiven Mitgliedern, die mir schreiben, die meinen Blog verfolgen und Anteil nehmen mit meinem zu gehenden Weg.
Man fühlt sich nicht alleine und weiß, da draußen sind welche die dich sehr gut verstehen und mit dir fühlen.
Seibsthilfe läuft nicht nur vor Ort in den Gruppen die sich treffen, auch Länderübergreifend kann diese Hilfe im Netz jederzeit gegeben werden und es hilft einem auch sehr.
Und in der Klinik ist man ja auch nie alleine, da sind die Pflegekräfte und Ärzte, die einem auch Hilfe geben in schweren Therapiezeiten.



Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

27 Nov. 2010 18:29
  • ketem
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    23 Oktober 2009
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Lieber Harry,
auch bei mir waren es 60km zwischen zu Hause und der Klinik und meine Frau arbeitet im Schichtdienst. Deshalb haben wir uns eigentlich recht wenig gesehen, was mir auch ganz lieb war, denn ich war doch recht platt bei den Transplantationen und froh, dass ich nicht zu viele Besucher empfangen musste. Mein Bettnachbar bekam täglich lange Besuch und das hat mich manchmal mehr geschlaucht als es mir lieb war. man kann ja nicht permanent aus dem Zimmer gehen und muss sich dann immer alle Gespräche mit anhören, ob man will oder nicht. Ich habe telefoniert und gemailt, das war auch gut und mich dann umso mehr auf meine Frau gefreut, wenn sie dann vorbei kam.
Viele Grüße
Stefan

3x Initialchemo VAD
1x Stammzellensammlung
2x autologe Stammzellentransplantation nach Hochdosischemo
Velcade Erhaltungstherapie nach Hochdosis im Rahmen einer Studie. Seit Dez. 2008 Werte im Normbereich.
Seit Anfang 2012 neuerlicher langsamer Anstieg der Werte. Wird engmaschig kontrolliert
Website-Tagebuch: melcher-holzminden.de

27 Nov. 2010 03:45
  • carina
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    31 Juli 2026
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Hallo Harry,
ich würd auch erst mal abwarten. Denn oft ist es wirklich so, dass man gar keinen "Bock" auf Besuch hat. Ich habe 2 autologe und eine allogene hinter mir und habe bei allen Therapien auch nur ganz eingeschränkt Besuch bekommen (nur mein Mann). Mit allen anderen habe ich telefoniert und wenn mir dann nicht danach war konnte ich das Gespräch schnell beenden. Deine Frau soll den Urlaub lieber aufsparen für die Zeit hinterher. Sie kann dich dann zuhause eine bisschen "betuddeln" oder wenn ihr dann wieder in Urlaub fahren dürft....
Also Kopf hoch und durch..............
Alles Gute für dich..................
LG Andrea.

26 Nov. 2010 21:26
  • sergio
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    27 Oktober 2009
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Harry,
ich habe meine zwei autologen auch ueber 100 km von daheim gemacht, meine Frau war nur einmal gekommen, meine Schwester kam so 1 mal in der woche wegen der frischen sachen, ansonsten war mir Besuch in der kritischen Phase gar nicht recht.
Das erste mal hatte ich einen Zimmergenossen aus dem Ort und seine Frau war jeden Tag da und blieb auch lange...
also das war nix...ich glaub er hat das auch nicht so gemocht...erstens sind "auswaertige" fuer transplantierte ein Risiko, so viel sie auch maske tragen, und es ist fuer sie auch nicht so toll stundenlang nur da zu sitzen, also hinterher zu Hause ist es viel wichtiger dass man jemand in der Naehe hat, der hilft...
gruss

Sergio

26 Nov. 2010 12:09
  • Karsten
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    22 April 2010
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Hallo Harry,

da ich bis vorraussichtlich kommenden Montag noch in einem Einzelzimmer in Leipzig untergebracht bin will ich dir kurz schildern wie ich es mit meiner Frau und den Besuchen Organisiert habe.
Wir wohnen 140km entfernt von L.,also auch schon ein Stückchen.
Bei meiner ersten autologen hatte ich 3-4 Tage ein paar Unwohlsein-Problemchen.Meine Frau ließ sich von ihren Eltern dazu anstacheln mich unbedingt in der Woche,nach einem stressigen Arbeitstag, zu besuchen. Ich muss dir ehrlich sagen ich habe gar kein Bock auf Besuch gehabt so platt war ich,es strengte noch zusätzlich an.
Meine Frau war als sie zu Hause war ebenso platt und hatte an diesem Tag,bedingt durch die Fahrt zur Arbeit, fast 400km auf dem Tacho.
Das habe ich ihr bei meiner 2.autologen,die ich gerade mache,untersagt.
Ich weiß nicht wie gut du mit nem Laptop ausgerüstet bist?
Wir sprechen einmal täglich über Videotelefonie,ansonsten Handy,was in L. zugelassen ist.
Sie besucht mich 2x am Wochenende,ist dabei aber so zeitig da das sie noch bei Tageslicht wieder zu Hause ankommt.
Also ich komme schon mal ne Weile allein klar,ob das alle können mag ich nicht beurteilen.
Außerdem wäre es schon eine Zumutung,auch für eien evtl Zimmernachbarn,wenn ständig jemand neben deinem Bett sitzten würde.
Also mach deinen Angehörigen kein schlechtes Gewissen mit der Besucherei und schon gar keinen Urlaub opfern,den kann man wie Monika schon schrieb für die Zeit danach aufheben.

Viele Grüße und sei tapfer