Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "Richard" am 11. April 2009 um 19:24 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "Resi" geschrieben am 11. April 2009 um 11:28 Uhr.
Hallo Resi, ich stellte im Sommer 2006 auf Anraten eines Mitpatienten, der aber kein MM hat,
und von der Dame der Sozialabteilung der UNI in unserem gemeinsamen Krankenzimmer aufgesucht wurde, einen Antrag auf eine Teilrente, weil ich damals meinte, daß ich nach meinen beiden Hochdosis-Therapien nur max. drei Std. am Tg. arbeiten könnte. Die Idee der Dame von der Sozialabteilung war, daß ich variabel
entscheiden könne, ob ich irgendwann in die volle Rente gehe oder wieder voll arbeite. Mitte Dez. 2006 ging es mir aber wieder so gut, daß ich mich halbstags gesund schreiben ließ. Jedoch rechnete ich nicht mit den Formularflut der Deutschen Renten Nord, Berlin. Ich hatte es im Sommer 2006 so verstanden, daß ich gerade mit meinem Telrentenantrag von den Papierbergen aus Berlin
verschont bleibe. Dies war aber ein großer Irrtum.
Drei Mal nach meiner Erinnerung beantworte ich alles ausführlich und sandte alle erwünschten Unterlagen dorthin. Im Jan. 2007 rief mich dann ein "Oberschlauer" aus Berlin an und stellte mir tel. eine Reihe von Fangfragen gegen die ich mich energisch verwahrte und daher um schriftlichen Bescheid bat. Datrüberhinaus teilte ich dem WERTEN Herrn mit, daß er seine weiteren Formulare aufgrund meiner vorliegenden Auskünfte selbst ausfüllen möge..... Dies war dann aber wohl Majestäts-Beleidigung.. Ergebnis: Eine Weile später wurde ich von ihm Zwangsverrentet, obwohl ich seit 1.7.07 voll arbeitsfähig geschrieben bin und auch künftig voll arbeiten möchte. Jedenfalls so lange ich kann.
Meinst Du, daß diese Rentenstelle, die über meine gesetzl. Krankenkasse auch meinen anteiligen Rentenbetrag seit über 40 Jahren erhält, ihre willkürliche Entscheidung, die mich an "STASI-Methoden" aus DDR-Zeiten erinnert, von allein zurück nimmt. NEIN, dagegen muß ich klagen. Alle Rentenfachleute, die ich bis jetzt um Rat fragte, und auch meine neue Anwältin haben so einen Fall noch nie erlebt.
Bislang wollen ALLE Erkrankten offensichtlich möglichst schnell in Rente geschickt werden....
ICH aber nicht..........!!!!
Verläuft ihre Krankheit dann aber doch besser als
gedacht, fehlen ihnen dann die beruflichen Anforderungen, die zu einem glücklichen Leben dazu gehören. Jedenfalls nach meiner Lebenseinstellung.
Ich werde den Prozeß wohl gewinnen, weil die Zwangsverrentung nichts als Mobbing von meinen
damaligen "Rentenanrufer" aus Berlin ist.
Trotzdem habe ich damit viel Aufwand gehabt.
Bitte überlege daher nochmals genau, ob Du wirklich sofort voll in Rente gehen willst.
Gern kannst Du mich direkt anschreiben und mir
mehr von Deinem Vorgang mitteilen. Ich glaube, daß meine Anwältin auch Dir bestens helfen wird, wenn Du es dann möchtest.
Viele schöne Ostergrüße und Kopf hoch. Du hast
ja unseren Kreis als Hilfe. Richard