Hier noch einmal Magreth..
Erst einmal gaaaanz lieben Dank für eure raschen Antworten.. Zeigt mir, das man in diesem Forum sehr gut aufgehoben ist..
Einen speziellen Wunsch-Kurort hatte ich bei meinem Antrag übrigens nicht angegeben.. War sicherlich ein Fehler.. wie sich jetzt herausstellt.. Aber meine Ärztin hat nicht gefragt.. ich kenne mich nicht aus, und ich hatte mir keine Gedanken gemacht.. Irgendwie wollte ich auch erst keine Kur machen.. Erstens weil ich zu froh war, wieder zu Hause zu sein.. (1 1/2 Jahre lang war ich entweder im Krankenhaus, und wenn ich nicht dort war, dann war ich bei meiner Mutter - die sich ganz toll, trotz ihre Alters von über 70 um mich gekümmert hat..) und außerdem dachte ich, ich komme schon von selbst wieder auf die Beine.. und ein wenig wars auch Vogelstraußtaktik: Bald gehts mir von selber wieder gut.. und um so weniger damit beschäftigen, um so besser..
Aber es hat nicht funktioniert..
Man ist eben nicht mehr die gleiche.. Jeder Blick in den Spiegel erinnert mich an meine Krankheitsgeschichte.. Nicht nur wegen der jetzt kurzen Haare.. ich bin mindestens 10 Jahre gealtert.. Klar.. man sollte - muss - froh sein, das man noch lebt.. aber es ist eben nichts mehr so wie vorher.. Nichts geht mehr leicht von der Hand.. und auch wenn ich trotz allem das Lachen nicht verlernt habe.. vergeht doch kein Tag, an dem ich nicht an diese verd.. Krankheit denken muss..
Heute höre ich ganz anders hin, wenn ich höre, es ist wieder jemand an Krebs erkrankt.. oder gestorben.. Auch so ein Thema.. Letztens habe ich wegen der Lebenserwartung bei MM gegoogelt.. Meine Tochter hatte es mir verboten.. und ich habe mir an dem Tag gewünscht.. ich hätte mich weiterhin daran gehalten.. Es war ein sehr tränenreicher Tag kann ich euch sagen.. Ich wollte nie alt werden.. aber...
Aber man kann es nie vorhersagen.. und die Prognosen die angegeben sind, sind veraltet.. Andererseits habe ich gestern gelesen, das viele der Anfangsmitglieder dieses Forums nicht mehr dabei sind.. Was mir auch wieder zu denken gibt.. Einige der Profile hier zeigen, das es Grund gibt, positiv in die Zukunft zu schauen.. andere gibt es allerdings leider auch..
Aber wir kämpfen weiter..
Mein behandelnder Arzt auf der Onkologiestation in Oldenburg sagte.. wenn die Krankheit wieder ausbricht, gibt es sicherlich schon andere Möglichkeiten, den Kampf erneut aufzunehmen.. Und der Arzt war Spitze..ich will es ihm mal unbesehen glauben.. und hoffe, es ist noch da, wenn es mich wieder erwischt hat..
Ich habe mich dann jedenfalls von einem Tag zum anderen dazu entschlossen, doch eine Kur zu machen.. Leider, ohne mich groß vorher zu informieren.. Was ich gestern nachgeholt hatte, da ja die Ärztin gestern meinte, ich solle eine AHB nach der OP nächsten Monat machen, und war auch auf die Kurklinik in Freiburg gestoßen.. Wäre mein Favorit gewesen.. Dagegen sprach nur, das sie sehr weit von meinem Wohnort entfernt liegt.. was aber ja nicht unbedingt negativ sein muss..
Ich hatte es mir nur einfacher vorgestellt.. Ich dachte, meine Ärztin stellt den Antrag, und ich bekomme ein Schreiben: die Kur ist genehmigt.. und als die dann abgelehnt wurde, war ich echt von den Socken..
Mein LG meinte, meine Ärztin hat den Antrag nicht richtig begründet.. also wäre es ihr Verschulden.. was mich dann noch zu einer anderen Frage bringt..
Wie ich anfangs erzählte wurde das MM bei mir ja mehr oder weniger zufällig entdeckt... Ein MM kann erst dann behandelt werden, wenn es ausgebrochen ist.. Eine Mitpatientin letztes Jahr erzählte, das die Krankheit bei ihr schon Jahre vorher diagnostiziert worden ist.. Wie kann es sein, das bei mir (Ich hatte ja wie gesagt seit ca. August Schmerzen, es wurde auch öfter Blut entnommen, es wurde ein Ganzkörper-CT gemacht.. Hüfte und Rippen wurden geröntgt) die Krankheit nicht festgestellt wurde..? Unfähige Ärztin, die die Blutwerte nicht richtig gelesen hat? Momentan kommt es mir so vor, als wäre es so, und sie will es vertuschen.. Ich brauchte Unterlagen aus meiner Krankenakte für den MD, "netterweise" bekam ich meine ganzen Unterlagen mit.. Aaaaber.. als ich den Umschlag öffnete, waren alte Unterlagen drin, die niemanden mehr interessierte, und die Akte seit November 2008.. Keine Unterlagen mit den Blutwerten oder andere Unterlagen von August bis November, also aus der Zeit, als die Krankheit mit Sicherheit auch schon feststellbar war..
Klar.. es ändert auch nichts mehr daran.. aber wenn sie es eher erkannt hätte, wäre mir zumindest mein Armbruch erspart geblieben..
Ist ein MM so schwer zu diagnostizieren, das ein Arzt sich da so vertun kann? Und trotz Blutwerten meint, es ist ein Rheuma..? ED 11/2008 Statium IIIB... Kann man das so kurz vorher übersehen..?
Aber zurück zu meiner Kur.. Eine Widerspruchsbelehrung wie Rudi meinte, findet sich nicht auf dem Schreiben.. es ist einfach nur die Zusage..
Ich werde jednfalls morgen erst einmal bei meiner Krankenkasse anrufen, und die Sachbearbeiterin direkt ansprechen.. Einen schriftlichen Widerspruch kann sie dann auch gerne noch haben.. und dann schaun wir mal..
Sooooo... einen ganz lieben Gruß an alle..und noch einmal ein dickes Dankeschön..
Magreth