Zum Hauptinhalt springen
flusenkaiser antwortete auf Berufswechsel nach Diagnose ?
27 Okt. 2016 00:17
  • flusenkaiser
  • Autor
  • 0 Beiträge seit
    31 Juli 2026
Mehr
Hallo,
vielen Dank für die vielen Beiträge zu meiner Frage.
Vieles ist für mich neu, es gibt vieles zu bedenken.
Andererseits will ich auch nicht in Panik verfallen und möglichst "normal" weiterleben.

Ich war gestern beim Arzt, die Blutwerte scheinen ersteinmal stabil zu sein,
daher habe ich die Hoffnung, vorerst noch belastbar zu sein.

Zum Glück sind wir als Familie "aus dem Groben raus"
- das Haus ist abbezahlt,
- die Kinder werden flügge und werden in den nächsen Jahren auf eigenen Beinen zu stehen
- Geld kann man immer brauchen, das ist aber zum Glück im Augenblick überhaupt kein Problem.

Der neue Job reizt mich seeehr.
Die längere Fahrzeit wird durch kürzere Arbeitszeit mehr als aufgefangen,
mehr Geld gibts es dennoch.
Die neuen Kollegen sind wohl ok.
Die Tätigkeit ist sehr interessant.
Dagegen rechne ich bei meiner aktuellen Arbeitsstelle aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse
mit Umstrukturierungen.

Eine weitere Frage stellt sich beim Studium der Antworten:
Welchen Kosten können/werden auf mich im Ernstfall zukommen?
- Lohnausfall?
- Behandlungskosten?
- etc.?

gex antwortete auf Berufswechsel nach Diagnose ?
26 Okt. 2016 22:56
  • gex
  • Offline
  • 592 Beiträge seit
    15 Juni 2016
Mehr
Hallo Flusenkaiser,
hier auch ein bisschen Senf von mir.
Auch wenn es sich bei dir im besten Fall nicht zu einen behandlungspflichtigen MM weiterentwickelt, so musst du dennoch mit hoher Wahrscheinlichkeit damit rechnen, dass deine Leistungsfähigkeit auch als Smouldering MMler nachläßt.
Falls das schon in der Probezeit oder bei einem befristeten Vertrag auffällig wird, dann sieht es ganz schlecht für dich aus. Da stehst du dann mit wenig sozialer Absicherung im Regen. Wie Mira schon bemerkte.
Nicht nur der neue Arbeitgeber, sondern auch die neuen Kollegen, könnten auch generell nachtragend reagieren. Nicht jeder begegnet kranken Kollegen wohlwollend – das Gegenteil ist oft der Fall, wenn andere auf der doppelten Arbeit sitzen bleiben. Egal ob du das vorher gesagt hast, gesagt haben müsstest oder nicht.
Überlege Dir gut selbst, in welchem Job Du mehr Verständnis erntest, wenn Du mal 2-3 Wochen krankgeschrieben bist, wo andere dann eher leicht für dich einspringen können, ob Deine Arbeit immer dringende Handlungen erfordert oder auch mal 2 Wochen liegen bleiben können. Wo gibt es ggf. auch einen Betriebsrat, der dich im Notfall besser unterstützt?
Als SMMler wirst Du auch Schwierigkeiten haben, den Status "Schwerbehinderung" = GdB 50 oder mehr zu erreichen. Insofern auch keinen richtig dollen Kündigungsschutz - evtl. im Gegenteil: Arbeitgeber haben irgendwann auch Recht auf krankheitsbedingte Kündigung.
Falls Du eine private Berufsunfähigkeitsversicherung hast: wenn du dann berufsunfähig wirst, wird die Versicherung unangenehm nachfragen, warum du denn nach so schwerwiegender Erstdiagnose in einen Job mit noch stärkerer Herausforderung gewechselt bist. Könnte auch eine BU-Rente gefährden, bzw. zur Beurteilung der BU könnte der alte Job herangezogen werden, nicht der neue.
Ich würde dir in Summe auch raten, eher kürzer zu treten, die bestehende Sicherheit zu bewahren. Auch wenn es schade ist.
Liebe Grüße Gex

Diagnose Smoldering MM 01/14, IgG lambda, FISH t(11;14)
Erste Therapie ab 04/19: Isatuximab + VRd -> PR erreicht
09/20 HD/aSZT sehr gut vertragen und VGPR, danach keine Erhaltungstherapie
Anfang 2023 Rezidiv mit Rippenbrüchen und Osteolyse Schlüsselbein
seit 06/23 Pomalidomid +Dex, wieder PR

christine antwortete auf Berufswechsel nach Diagnose ?
24 Okt. 2016 12:04
  • christine
  • 0 Beiträge seit
    31 Juli 2026
Mehr
Ich war auch in der Situation ( smm und evtl neue Stelle) und habe nie bereut, nicht gewechselt zu haben. Man hat ja in der Regel "Kredit" beim alten Arbeitgeber, schließlich kennt der einen als gesunden Mittarbeiter und trägt einen dann auch eine Weile mit, wenn die Zeiten mal hart werden..... und das kann bei MM schon der Fall werden:-)

dani999 antwortete auf Berufswechsel nach Diagnose ?
24 Okt. 2016 10:38 - 14 Feb. 2017 23:07
  • dani999
  • Offline
  • 416 Beiträge seit
    09 Juni 2013
Mehr
Lieber Flussenkaiser, ja diese Entscheidungen stehen leider bei uns Jungen MMler an. Wir wollen immer allen irgendwie gerecht werden, aber sehen unser Leben dahin schwinden und wollen auch noch leben. :) Einen Rat in deiner Situation zu geben ist sehr schwer. :( Ich war bei der Diagnose (die schon MM III a war) auch in der totalen Zwickmühle. Ich bin ja damals wie heute selbständig. Da ich oft unter großen Termindruck und totalen Stress stehe wollte ich mich eigentlich aus dem Berufsleben erst mal ganz zurück ziehen. (Diagnose 06/2013) Ich habe weitergemacht und die Arbeit reduziert. Außerdem habe ich eine Teilzeitkraft mehr eingestellt und konnte, eine seit Jahren bei mir tätige Angestellte, sie zu mehr Stunden überreden. :) Es geht vieles wen man nur will. Die Therapien sind hart und verlangen dir alles ab. :( Bei manchen Therapien kannst du dich nicht mehr konzentrieren, geschweige den körperlich hart arbeiten. Das solltest du bei deiner Entscheidung bedenken. Natürlich kommt auch die finanzielle Seite hervor, besonders wen man Familie hat die man versorgen muss. Man ist da immer hin und her gerissen sich selbst zu verwirklichen, oder den soliden Weg zu gehen. Wie andere im Forum würde ich dir auch den Rat geben, einen Termin wegen der Arbeitsrechtlichen- und auch Sozialversicherungsrechtlichen-Seite genau überprüfen zu lassen. Da die finanzielle Absicherung sehr wichtig für dich und deine Familie ist. Krank und ohne Geld ist doppelt Sch.... Naja ich wünsche dir viel Glück bei deiner Entscheidung. LG Dani
Letzte Änderung: 14 Feb. 2017 23:07 von dani999.

joseph antwortete auf Berufswechsel nach Diagnose ?
24 Okt. 2016 00:02
  • joseph
  • 0 Beiträge seit
    31 Juli 2026
Mehr

Mira schrieb: Nur das in Deutschland er Arbeitsweg steuerlich absetzbar ist.
LG Mira


Hi Mira

In Luxemburg auch bis zu einem maximalen Jahresbetrag von 2.560 € , ausser effektive Kosten bei Selbsständigkeit

LG

Joseph

Mira antwortete auf Berufswechsel nach Diagnose ?
23 Okt. 2016 23:49 - 23 Okt. 2016 23:51
  • Mira
  • Offline
  • 419 Beiträge seit
    03 Februar 2014
Mehr
Hallo Joseph
Er hatte ja auch gefragt ob er die Krankheit bei der Bewerbung mit angeben muss. Darum ging es zwischen Gisela und mir. Die Antworten betrafen also schon den Tread. Ich steige da aber auch aus, also dürfte das erledigt sein. Er hat die verschiedene Meinungen und gut ist.
Was der Wechsel betrifft, so bin ich mit dir einer Meinung. Nur das in Deutschland er Arbeitsweg steuerlich absetzbar ist.
LG
Mira
Letzte Änderung: 23 Okt. 2016 23:51 von Mira.