Hallo Carina,
als ich im Dezember 2012 aus der Reha kam, dachte ich noch, dass ich ab September 2013 wieder voll arbeiten könne. Das stand auch so in meinem Entlassungsbericht.
Je näher das Ende meines Krankengeldes heranrückte umso mulmiger wurde mir in Anbetracht meiner nicht-mehr-so-ganz-ausgeprägten-Leistungsfähigkeit (um es mal euphemistisch auszudrücken). Die Erwerbsminderunsgrente habe ich dann selbst beantragt, und sogar das teilzeitarbeiten hat mich völlig geschlaucht. Mittlerweile habe ich die volle EWR und gehe zusätzlich auf 450 € Basis. Das reicht völlig zu. Kein Druck mehr, kein Hamsterrad, wenig Verantwortung.
In der freien Zeit kümmere ich mich um meine Gesundheit, viel frische Luft, ab und zu Sport und immer Sachen, die mir Spaß machen und gut tun. Dazu gehört auch Weiterbildung, damit der Kopf gefordert bleibt
Da ich immer sehr viel gearbeitet habe, bis zur Erkrankung in Projektleitungsfunktion, fiel es mir schwer, innerlich mehrere Schritte zurückzutreten, das Projekt gibt es ja immer noch.
Mittlerweile geht es mir damit sehr gut. Ich kann die EWR wirklich nur empfehlen. Erstens braucht der Körper in der Therapie- und Rekonvaleszenzphase genug Zeit zur Erholung und ich merke, auch jetzt noch - 2 Jahre nach der SZT und seitdem in CR - dass ich kräftetechnisch schnell am Limit bin. Naja - und wer weiß, wieviel Lebenszeit noch bleibt?
Die kann man sich ja auch schön machen.