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elvi antwortete auf Mal wieder das Thema Rente
11 Sep. 2013 22:27
  • elvi
  • 0 Beiträge seit
    31 Juli 2026
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Hallo in die Runde!

Möchte hier andieser Stelle die Aufforderung des sich im Forum
zu beteiligen und meine Erfahrung in Bezug auf Rente,Ärzte etc
kundtun.
Bin seit Juni 2011 wegen des MM krankgeschrieben,habe Chemo,
HD,autologe Stammzelltransplation bis auf Allergie und Schock
wegen Antibiotikaallergie gut,ja nun inzwischen bestens bewältigt,
das heist,es ist nix mehr nachweisbar,babe noch keine Brüche,
nur 2 Osteolysenstellen(Schädel und linker Oberarm).Also,wie
mein Hausarzt sagte,davon träumen andere nicht mal,die
diese Krankheit haben,auf so ein Niveau zu kommen.Das mich
das Happy macht ,versteht sich von selbst.Am liebsten möchte
ich mit dieser Version einen Vertrag so zu auf Lebenszeit machen
und hier allen Zweiflern und Skeptikern Mut machen.Aber,auch ich
hatte Zweifel,als es um die Erhaltungstherapie(2012) ging,ob
es Sinnvoll ist bzw. mir Nutzen bringt bei CR Revlimid zu schlucken
oder nicht. So habe ich es nach kurzer Einnahmezeit abgelehnt
und nun sind von selbst die letzten Spuren nicht mehr vorhanden.
Juchhu!
Im Juli 2012 stellte ich auf eingehendes anraten meines Haus-
arztes einen Antrag auf EU-Rente.Dieser wurde 2 mal abge-
lehnt.Weiterhin war mein Hausarzt der Überzeugung,ich sei
nicht arbeitsfähig,2-3 Tage arbeiten und alles ginge von vorne
los,meinte er.So beauftragte ich eine Anwältin,beim Sozial-
gericht Klage einzureichen,das war im Februar dieses Jahr.
Kurz nach Eingang der Klageschrift erhielt ich vom Gericht
die Aufforderung wieder alles über Krankheitsgeschichte und
Lebensweg anzugeben.Selbiges hatte vorher die RV verlangt.
Onkologe und Hausarzt bekamen ebenfalls die Aufforderung,
Stellung zu beziehen.Wobei der Onkologe sich auf die Werte
und Untersuchungsergebnisse bezieht und der Hausarzt auf
allg. Befindlichkeit.Dieser wohnt und arbeitet hier im gleichen
Ort.So sieht man sich hin und wieder auf der Strasse.Ich halte es
für mich von Anfang an so,das ich viel laufe bzw. radle und
zwar hier im Gebiet und nur wenig weter weg bin.Das tu ich
je nach Befindlichkeit von Anfang an und es tut unheimlich gut.
Nun ist es so,das mich der Hausarzt bei stabil bleibenden Werten
und Befinden mich ggf. nächstes Jahr für wieder arbeitsfähig
hält,worüber ich mich vorm Moment riesig gefreut habe.Nun nach über einem
Jahr Nein zur Arbeitsfähigkeit und Krankschreibung teilt er dem
Sozialgericht mit,was er bisher wehement ablehnte.Ich habe kein Problem
mit der nun wieder Rückkehr ins Arbeitsleben,aber mit der abrupten Kehrtwendung schon.Hätte man erst eine Abwartehaltung eingelegt und
nach dieser Zeit von 2 Jahren wie der Onkologe gesagt hat,ob ich wieder
arbetsfähig bin oder nicht wäre mir sehr viel Anstrengung erspart geblieben.
Zeitweise war es intensiv so,das es beim Hausarzt mehr um den Schrift-
verkehr ging als um die Krankheit und die Krankheit mit Anwältin besprach
um sie vor Versicherung und Gericht zu verteidigen und zu rechtfertigen.
Dazu kommt,das ich noch nicht zur Kur war.Erst hiess es nein wegen des
Immunsystems und heute sagte er, ich bräuchte durch meinen guten
Zustand keine mehr und ich wäre oft im Dorf zu sehen.Nun nimmt mir
diese Ansage die Luft,ich mache mir nun auch Sorge,ob ich im näheren
Umkreis arbeiten kann,im Falle eines Falles,oder muss ich 40km in die
Stadt jeden Tag,haben wir doch ein Haus hier,an dem hängt meine Seele-oder verkrieche
ich mich wie der Igel im Bau-ja ich lebe und es geht mir gut und das zählt.Was für ein
Schindluder mit mir getrieben wird,macht mir Angst und Kopfschmerzen.Reicht es nicht
die Krankheit zu haben...und...und...und Elvi.

Virginia57 antwortete auf Mal wieder das Thema Rente
30 Aug. 2013 10:27
  • Virginia57
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    31 Juli 2026
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Lieber Karsten,

es tut mir sehr leid, dass sich die Krankheit bei Dir nun so entwickelt. Es sah doch alles anscheinend so gut aus und Du bist noch sehr jung.

Zum Thema Rente:
Ich konnte glücklicherweise nach Ausbruch der Krankheit mit meiner Firma (öffentlicher Dienst) eine Vorruhestandsvereinbarung treffen (durch Einzelfallentscheidung des obersten Dienstherrn).
Der Ausstieg aus meinem Beruf ist mir trotzdem schwer gefallen und ich hatte zeitweise arg damit zu kämpfen. Aber heute - gut ein Jahr später - weiß ich, dass es das Richtige war.
Allein der Ansteckungsgefahr (ich habe im Großraumbüro gearbeitet und sah täglich 150 Menchen) wäre ich nicht gewachsen gewesen. Du schreibst ja auch davon.

Auf jeden Fall ist es gut, wenn Du Dich kompetent beraten lässt.

Alles Gute

Virginia

Karsten antwortete auf Mal wieder das Thema Rente
27 Aug. 2013 19:58
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    22 April 2010
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Hallo,

vielen Dank für eure hilfreichen Antworten.
Habe heute Nachmittag noch einen Termin bei der Krebsberatung Sachsen-Anhalt für Anfang September bekommen. Man wollte sofort wissen welchen Anliegen ich habe um mir gleich den richtigen Mitarbeiter zuzuweisen.
Werde alle meine Fragen die ich dann noch habe aufschreiben um nicht wichtige Sachen zu vergessen.
@Monika, den Tipp mit dem lostreten bei der KK werde ich beherzigen, gibt es doch einen erheblichen Unterschied zwischen Krankengeld und Rente bei mir.
@Jürgen, meine Werte sind zum Glück nur langsam ansteigend, somit habe ich eigentlich zur Zeit keine großen Lebenseinschränkungen, diesen Zustand werde ich aber nicht ewig halten können wenn ich mich weitehin auf Arbeit fertig machen lasse, sei es durch Infekte oder nervliche Anspannungen.
@Magret, vielen Dank für deine Link, dafür bist du wie ich schon oft gemerkt habe, die absolute Spezialistin hier im Forum. Ich hoffe du bleibst uns noch lange hier treu und unterstützt uns weiterhin tatkräftig :)

Alles Gute euch allen

Einen schönen Abend
Karsten

leopoldi antwortete auf Mal wieder das Thema Rente
27 Aug. 2013 15:54
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Hallo Karsten,

bei meinem Mann war es damals so, dass die KK ihn nach einem Jahr Krankschreibung zur Reha geschickt hat - in CR aber nur begrenzt belastbar. Er hat damals schon zur Rente tendiert und wollte nur noch bis zu der Grenze hinzuverdienen. Da hat dann der Arbeitgeber nicht mitgespielt, Kommune, angeblich zu hohes Risiko. Die volle Erwerbsminderungsrente (die nach meiner Erfahrung höher ist als die zu dem Zeitpunkt erreichte Altersrente) wurde ohne Weiteres bewilligt. Wie lange das gedauert hat, kann ich nicht mehr sagen. Der Renteneintritt war rückwirkend das Datum des Rehaantrages durch die KK. Mittlerweile wurde sie schon zweimal anstandslos verlängert. Bei der ersten Verlängerung musste er zum Amtsarzt, war aber auch kein Ding. Der Arbeitsvertrag besteht auf dem Papier weiter fort bis zur unbefristeten Verrentung.

Wir hatten uns damals bei der Caritas erkundigt und auch noch bei der Agentur für Arbeit vergewissert. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, hätte er nach Ablauf des Krankengeldes für sechs Monate - wahrscheinlich ALG 1 (?) bekommen, jedenfalls eine Übergangszahlung vor Hartz IV, bei der noch nicht Besitz oder Vermögen angetastet wird.

Wenn Du in der gesetzlichen Rentenversicherung bist und keine private Zusatzversicherung hast, solltest Du das Ganze noch etwas hinauszögern, weil wahrscheinlich die Rente doch geringer ausfällt als das Krankengeld.

Wie Jürgen schon sagt, kannst Du Dich bei der Rentenkasse beraten lassen. Oder eben bei Sozialverbänden (Caritas, VdK etc.). Bei der KK würde ich noch nichts lostreten soweit Du davon ausgehst, dass die Rente finanzielle Einbußen bringt und Du Krankengeld noch so lang möglich ausschöpfen möchtest.

Ich wünsche Dir viel Erfolg, sowohl im weiteren Verlauf als auch hinsichtlich des Rentenbegehrens. Das wird schon :wink:.

LGe
Monika

Nun hat Margret mich mal wieder überholt :D.
Wie gesagt, ich weiß nicht, wie sich diese Leistung genannt hat. Jedenfalls hätten wir damals 2009 noch sechs Monate Galgenfrist bekommen.

~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~

Margret antwortete auf Mal wieder das Thema Rente
27 Aug. 2013 15:40
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Lieber Karten,

für und wider Rente - das hatten wir hier ja schon häufiger - ist eine individuelle Entscheidung.

Ich habe mich damals bei der Rentenstelle direkt beraten lassen, die haben auch eine kostenlose telefonische Hotline und waren sehr nett und hilfsbereit. Den Antrag habe ich mir im Internet ausgedruckt und ausgefüllt, alle Unterlagen gleich kopiert und beigefügt. Die Kontaktaufnahme mit den Ärzten macht die Rentenstelle dann direkt. Es dauerte knapp 3 Monate, dann kam der Bescheid.

www.deutsche-rentenversicherung.de/Allge..._Home/home_node.html

Nach dem Krankengeld kommt kein ALOG1 mehr, da du durch die Erkrankung dem Arbeitsmarkt ja nicht zur Verfügung stehst. Also entweder Hartz4 oder Rente...

Alles Gute und liebe Grüße,
Margret

jürgenk antwortete auf Mal wieder das Thema Rente
27 Aug. 2013 14:53
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    25 August 2011
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Hallo Karsten,
bestürzt lese ich die Veränderungen Deines Befindens. Unter den Umständen kann ich Dich nur bestärken bei Deinem Rentenwunsch.
Was ist zu tun?
Meinen Antrag habe ich gar nicht selbst gestellt. Eine mir nahestehende Amtsperson übernahm das für mich. Das ging reibungslos, die Rente wurde ab Antragstellung gewährt.
Geh mal zur Rentenberatung. Oft sitzt der zuständige Rentenberater bei einer Krankenkasse. Dann kannst Du Dich aber auch zunächst bei der Krankenkasse erkundigen. Die zahlen das Krankengeld soweit ich weiß. Daher drängen die oft auch auf die Verrentung.
Sei Dir darüber im Klaren, dass es um eine Rente auf Zeit wegen Erwerbsminderung geht. Zum Antrag, der auch formlos sein kann, gehört als Begründung die Nennung der Erkrankung und die behandelnden Ärzte die von ihrer Schweigepflicht entbunden werden müssen.
Du bekommst dann als Antwort die Bestätigung über den Eingang des Antrags und die Anforderung eventuell fehlender Unterlagen.
Alles Gute für Dich
Jürgen