Liebe gast, (wäre nett, wenn du uns einen Namen oder Nicknamen verrätst, dann ist es nicht so unpersönlich)
ich sehe leider erst heute deinen Beitrag, aus dem so viel Angst und Sorge klingt...
Ich hoffe, ich darf offen schreiben - aber da Dein Mann im Hospiz ist, wirst du Dich wohl gedanklich mit dem Thema des Abschiednehmens schon auseinandergesetzt haben.
Eine Einweisung für einen Hospiz- oder PalliativstationAufenthalt bekommt der Patient nur, wenn seine zu erwartende restliche Lebenszeit erkennbar begrenzt ist - welchen Zeitraum das im Einzelfall auch immer umfassen mag. Manchmal stablilisieren sich die Menschen wieder, manchmal sogar so sehr, dass sie wieder nach Hause können. Leider muss man klar sagen, dass diese Verbesserung zumeist nicht von sehr langer Dauer ist, weil die Krankheit natürlich im Hintergrund fortschreitet.
Etwas locker ausgedrückt: Man darf im Hospiz sterben, man muss es aber nicht. Für die, die wieder nach Hause können, gibt es das Konzept der ambulanten Hospize, die den Patienten zuhause in seiner vertrauten Umgebung begleiten und auch der Familie die Last abnehmen bzw. erleichtern.
Das stationäre Hospiz wird Dir sicher sagen können, welcher ambulante Dienst empfehlenswert ist. Alternativ kannst du eure Krankenkasse um Rat fragen, die Sozialstationen und Sozialverbände oder im Internet und im Telefonbuch nachsehen.
Die Krankenkasse und Pflegeversicherung bezahlen auch eine ambulante Hospizversorgung. Eventuell müsst ihr die Pflegestufe dem aktuellen Gesundheitszustand anpassen lassen. Da sowas einige Zeit dauert, bitte schnell den Antrag stellen. Auch dabei berät dich deine Krankenkasse.
Alles Gute für Euch, pass gut auf Dich auf und liebe Grüße,
Margret