Liebe Monika,
Es ist schön, dass Du Dich um Deine Mama kümmerst! Das wird sie auch die nächste Zeit brauchen.
Die Therapie ist, wie Callosum schreibt, nichts für Feiglinge und braucht Kraft und Durchhaltevermögen. Aber die neuesten Studien beweisen, dass es sich wirklich lohnt und eine sehr sehr lange und tiefe Remission damit erreicht werden kann.
Versuch so viel wie möglich über die Behandlung zu lesen (auch hier im Forum bei den Grundlagen), es ist sehr viel und auch nicht einfach, sicher am Anfang, aber es wird euch die Chance geben bei der Befundbesprechung viele Fragen zu stellen und beantwortet zu bekommen. Es ist gut, dass deine Mutter da nicht alleine hingehen muss. 2 hören und merken sich mehr wie einer und der Betroffene ist meistens doch etwas überfordert und kann nicht immer alles aufnehmen, verstehen und sich merken.
Wenn man eine Frageliste dabei hat, kann man das Gespräch auch besser steuern und riskiert weniger zu vergessen.
Es ist auch wichtig ein gutes Vertrauensverhältnis zu dem behandelnden Arzt/ der Ärztin aufzubauen, den diese Person wird deiner Mutter noch lange begleiten.
Obwohl es heute wirklich sehr gute Standardtherapien gibt, ist der Ablauf doch meistens sehr unterschiedlich. Da das MM sehr individuell ist (es gibt wahrscheinlich keine 2 Patienten mit genau der gleichen Konstellation), wird auch die Therapie individuell angepasst. Dosis, Häufigkeit, Anzahl der Zyklen (Induktion - HD+ASZT - Konsolidierung- Erhaltung), usw. sind manchmal sehr unterschiedlich.
Auch die Nebenwirkungen, die lang nicht bei allen Patienten auftreten, sind sehr vielfältig und können/sollen unterschiedlich behandelt werden.
Wichtig ist auch hier das alles sehr direkt und zeitnah mit den Ärzten zu besprechen, so dass die Therapie rechtzeitig angepasst werden kann, sofern es notwendig ist.
Ich wünsche dir und deine Mutter viel Kraft und alles gute für eine erfolgreiche Therapie!
Liebe Grüße
Ibi