Hallo Silvia,
Die Diagnose ist sicherlich erstmal ein Schock, der verarbeitet werden muss. Das ist nicht so leicht und braucht etwas Zeit.
Ein MGUS ist, wie Miregal schon geschrieben hat kein Krebs. Es bedeutet auch nicht, dass es sich sich irgendwann in ein Smoldering oder gar aktives MM entwickeln wird. Es kann viele, viele Jahre (oder auch immer) so bleiben wie es ist.
Man schätzt, dass ca. 3% (über 50-Jahrige) und über 5% der über 70-Jährigen einen MGUS haben und es nicht wissen. Meistens wird es nur durch Zufall gefunden. In Island hat es eine sehr groß angelegte Studie gegeben wobei die Hälfte der Bevölkerung über 40 Jahre auf MGUS getestet wurde. Bei ca. 4,4% der Getesteten hat man MGUS festgestellt. D.h die tatsächliche Quote bei der Gesamtbevölkerung liegt nog höher.
Das Risiko für eine Progression in SMM oder gar MM ist je nach Typ unterschiedlich wobei der IgG-Typ wohl das kleinste Risiko hat. Aber ich denke mal, dass dies deine Ärzte auch schon gesagt haben.
Anhand deiner Risikofaktoren werden die Ärzte auch die Kontrollintervalle festgelegt haben (und ob eine Knochenmarkpunktion notwendig ist). Bei einem Jahresintervall würde ich auch mal von einem geringen Risiko ausgehen.
Das sagt sich alles so leicht und nüchtern, ich weiß. Du musst erstmal damit klarkommen, aber das wirst du mit der Zeit auch schaffen.
Versuche möglichst alles bis zum nächsten Kontrolltermin zu vergessen und lass es dein Leben nicht beeinflussen!
Ich wünsche dir einen unendlich langen, unbeschwerten MGUS!!!
Liebe Grüße
Ibi
Liebe Grüße
Ibi